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Polizist wird bei Tempokontrolle in Meerbusch angegriffen

Kriminalität in Meerbusch : Betrunkener attackiert Polizisten

Die Kriminalpolizei fahndet nach einem Unbekannten, der am Donnerstag in Strümp einen Polizisten bei einer Geschwindigkeitskontrolle angegriffen hat. Der Polizist wurde bei der Attacke leicht verletzt.

 Am frühen Donnerstagabend hat ein unbekannter Mann einen Polizisten angegriffen, der in Strümp den Verkehr kontrollierte. Der Beamte hatte bereits am Nachmittag gegen 16.15 Uhr an der Kreisstraße 9 (Bergfeld) in Strümp ein mobiles Messgerät aufgebaut und sein ziviles Polizeiauto am Rand der Fahrbahn an einem angrenzenden Feldweg abgestellt.

Gegen 18.30 Uhr trat ein Mann an das Fahrzeug des Beamten, bespuckte es und entfernte sich, als der Polizist ihn zur Rede stellen wollte. Etwa eine halbe Stunde später vernahm der kontrollierende Beamte einen Knall, als der Unbekannte sich offenbar erneut dem Funkstreifenwagen genähert und dann den rechten Außenspiegel abgetreten hatte. Erneut ergriff der Tatverdächtige die Flucht den Kreuz-Wildweg hinauf und stieß dabei das Radarmessgerät eine Böschung hinunter. Nach wenigen Metern konnte der Polizist den Verdächtigen fassen, doch dieser setzte sich mit Schlägen zur Wehr, riss sich los und rannte über die Fahrbahn der K9 in die Straße Strümper Berg davon.

Hinzugerufene Polizisten konnten den Randalierer trotz sofortiger Fahndung nicht finden. Der Polizeibeamte erlitt leichte Verletzungen. Das mobile Radarmessgerät erlitt einen Schaden in fünfstelliger Höhe.

Der Flüchtige war etwa 40 Jahre alt, 190 Zentimeter groß und kräftig gebaut, sprach akzentfrei Deutsch und trug eine dunkle Jacke sowie eine dunkle Hose und keinen Mund-Nase-Schutz. Offenbar war der Mann alkoholisiert. Mögliche Hinweise auf die Identität des Tatverdächtigen nimmt das ermittelnde Kriminalkommissariat 23 unter der Telefonnummer 02131-3000 entgegen.

Ein Zusammenhang zwischen den zuvor durchgeführten Messungen und dem Angriff konnte bislang nicht konkretisiert werden. Aber selbst die Zerstörung des Messgeräts führt in der Regel nicht zum Datenverlust und bewahrt Raser nicht vor der Verfolgung ihrer Geschwindigkeitsverstöße.