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Polizei Meerbusch codiert Fahrräder

Erster Termin seit Corona : Großer Andrang bei der Fahrradcodierung

Das große Interesse hatte auch die Beamten überrascht, die teilweise sogar Bürger nach Hause schicken mussten. Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss plant als Reaktion, einen weiteren Termin anzubieten.

Die Bezirksbeamten Egon Thiel und Bernd Wolters waren überrascht von dem gewaltigen Andrang, den es am Montag beim Codierungs-Termin für Fahrräder gab. Ab 14 Uhr in Lank-Latum und ab 17 Uhr in Büderich auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz markierten sie insgesamt mehr als 140 Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs, deutlich mehr als sie erwartet hatten. Dabei kam es zu Wartezeiten etwa auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz, wo sich eine lange Schlange von Radfahrern quer über das Gelände zog.

„Anderthalb Jahre lang gab es keinen offiziellen Termin, gleichzeitig haben sich während der Corona-Pandemie viele Leute ein Fahrrad angeschafft“, spekuliert Bezirkspolizist Wolters über den Grund für das Interesse, dass so groß war, dass die Beamten sogar am Ende einige Menschen unverrichteter Dinge wegschicken mussten. Auch, dass teure Pedelecs und E-Bikes immer häufiger werden, könnte dazu beitragen, dass die Fahrer sich gegen Diebstahl absichern wollen.

Bei der Codierung wird ein Fahrrad inklusive Rahmennummer in eine Datenbank aufgenommen und mit dem jeweiligen Besitzer verknüpft. Dazu muss neben einem Ausweis auch der Kaufbeleg des Fahrrads vorgelegt werden, um Missbrauch zu vermeiden. Sollte das Rad dann gestohlen werden, fällt bei einer Kontrolle auf, dass nicht der rechtmäßige Besitzer das Rad fährt. „Das hilft wenig, wenn ein Rad ins Ausland verkauft wird, aber hier in Deutschland macht es Dieben das Leben schwer“, erklärt Bezirkspolizist Wolters. Er rät jedem Fahrradbesitzer, die Codierung vornehmen zu lassen.

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Damit dabei aber nicht so extreme Wartezeiten wie am Montag entstehen, weist er darauf hin, dass die Codierung auch auf den Dienststellen der Polizei möglich ist. Um mehr Zeit zu sparen, können im Vorfeld benötigte Formulare auf der Homepage der Polizei im Rhein-Kreis Neuss (www.rhein-kreis-neuss.polizei.nrw) heruntergeladen werden.

„Das große Interesse der Codierung hat die Beamten vor Ort überrascht“, gibt auch Polizeisprecherin Claudia Suthor zu. „Das schreit natürlich nach einem Wiederholungstermin, den wir zeitnah planen und ankündigen werden.“