Meerbusch: Polizei bekommt Mobile Wache

Meerbusch: Polizei bekommt Mobile Wache

Die Kreispolizei will das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken und wird dazu ab sofort eine so genannte Mobile Wache einsetzen. Diese besteht aus einem nagelneuen, geräumigen Mercedes-Sprinter mit Internetanschluss und Funkausrüstung.

Ob Anzeigenaufnahme oder präventive Beratung, die rollende Wache könne praktisch alle Leistungen erbringen, die Bürger von klassischen Polizeiwachen gewohnt seien, betont der Leitende Polizeidirektor Detlef Gernandt. Seine Premiere hat das blau-weiße Fahrzeug übrigens am Samstag beim Frühlingsfest in Lank-Latum. Gestern stellten Kreispolizei und Landrat es schon einmal der Presse vor.

Positive Erfahrungen mit flexibel einsetzbaren Wachen hat die Polizei bereits im dünn besiedelten Ostfriesland, aber auch in Bayern und Teilen von Westfalen gemacht, wo regelmäßig vorfahrenden "Dienststellen im Polizeibus" Ansprechpartner in Orten sind, die über keine eigene Wache verfügen. Im Rhein-Kreis Neuss soll die mobile Dienststelle zunächst vor allem bei Volksfesten Präsenz zeigen — ähnlich wie die Düsseldorfer Kirmeswache.

Einsatz beim Schützenfest

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Bei Schützen- und Heimatfesten sind für das Team um Oberkommissarin Nadine Fanselow dann auch Arbeitszeiten bis tief in die Nacht angesagt. Das Fahrzeug — es ist durch seine Größe auch im Volksfest-Gewühl kaum zu übersehen — soll nun sieben Tage die Woche kreisweit im Einsatz sein.

Gelegentlich wird die Fahrt auch nach Meerbusch führen, wo viele Bürger vor allem die häufigen Einbrüche (209 im vergangenen Jahr, ein Plus von knapp 25 Prozent) als Problem sehen und polizeiliche Beratung über bessere Sicherheitsstandards bei Fenstern und Türen erfahrungsgemäß auf Interesse stößt. Bei größeren Aufgaben könnte der Sprinter führenden Polizeibeamten auch als mobiles Lagezentrum dienen, von dem aus Einsätze geleitet und koordiniert werden können.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke wünschte der Besatzung gestern viel Glück und hoffte, "dass dieses Schmuckstück der Polizei bald im gesamten Kreis bekannt ist, angenommen wird und zum Alltagsgeschehen gehört".

(RP)