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Pflanzen von neuem Teich in Meerbusch gestohlen

Natur in Meerbusch : Eine neue Oase für Lank-Latum

Auszubildende des städtischen Grünflächenamtes haben die Anlage mit heimischen Arten neu gestaltet, die ersten Tiere fühlen sich schon heimisch. Kurz nach Fertigstellung wurden mehr als 50 Pflanzen gestohlen.

(dsch) Zwischen Mühlenstraße und Malteser-Stift in Lank-Latum ist ein Naturkleinod entstanden. Fast wie ein natürlicher Bach wirkt der Teich, Enten schwimmen bereits herum, über der Wasseroberfläche tanzen Libellen und Bienen summen um die Pflanzen am Ufer.

In den vergangenen Wochen wurde das alte, undicht gewordene Betonbett des Teiches ausgebaggert und durch eine Folie mit Kiesgrund ersetzt. Auszubildende des Grünflächenamtes pflanzten heimische Sumpfpflanzen und Stauden. Die Brücken über den Wasserlauf wurden dabei erhalten, die Uferbereiche werden durch Lavasteine und Wurzeln strukturiert. Letztere erfüllen eine doppelte Funktion, denn sie können Tieren wie Igeln oder Kaninchen, die ins Wasser gefallen sind, als Möglichkeit zum Ausstieg helfen.

Ärgerlich für alle Beteiligten: Kaum waren die Arbeiten beendet, stahlen Unbekannte über 50 der frisch angesiedelten Pflanzen. „Wir waren alle enttäuscht und sauer, als wir die Bescherung sahen“, berichtet Anna Hardenberg, stellvertretende Leiterin des Bereichs Grünflächen. Dennoch will das Team der Stadt weitermachen, die Anlage wird trotz des Rückschlags bis zum Herbst fertig gestaltet. Wildstauden wie Wasserdost, Blut-Weiderich, Wasserminze, Iris oder Sumpf-Dotterblume sind schon jetzt gut angegangen, und auch, dass sich die Tiere hier ansiedeln, wird als gutes Zeichen gewertet. Weitere Wasserpflanzen sollen helfen, die Algenbildung einzudämmen. Zudem soll auch die Stockenten-Familie nicht weiter wachsen, da auch ihre Exkremente das Gleichgewicht im Teich kippen können. Oberhalb des Bachlaufs werden die Stadtgärtner im Herbst Brombeergestrüpp entfernen und Büsche und Gehölze pflanzen. „Dann kann sich die Anlage hoffentlich ungestört entwickeln“, sagt Pflanzen-Expertin Anna Hardenberg.