Meerbusch: Pfarrkirche St. Cyriakus

Meerbusch : Pfarrkirche St. Cyriakus

Egal von welcher Seite sich Besucher dem Meerbuscher Stadtteil Nierst nähern, die katholische Kirche St. Cyriakus prägt das Bild des Ortsteils und der Landschaft. Durch die Gestaltung des Vorplatzes und des ihr gegenüber liegenden Platzes vor der Alten Schule wurde die Kirche zugleich das Wahrzeichen der Ortsteilmitte.

Die einschiffige, neuromanische Kirche wurde 1894/1895 vom Lanker Maurermeister Adam Reiner erbaut.

Geplant wurde sie von einem Architekten aus Düsseldorf: Für das Aussehen der Kirche ist Wilhelm Süldenfuß verantwortlich. Im Innern ist sie nicht mehr im Originalzustand: Sie wurde 1978 umfassend renoviert. Bei der Renovierung wurde "das Mauerwerk aus Feldbrandsteinen nach Entfernung von Putz und Mörtel als schönstes Innendekor voll zur Geltung" gebracht. Dem Inneren wurde ein "rustikales Aussehen" verliehen, "ohne die sakrale Atmosphäre zu stören". 1980 wurden die Seitenfenster nach Entwürfen von Rolf Lippold erneuert.

Die Kirche hat zwei Kirchenpatrone, die beiden frühchristlichen Märtyrer und Heiligen Cyriakus und Laurentius. An die beiden wird durch die Kirchenfenster im Chor sowie durch zwei Bestandteile des ehemaligen Schnitzaltars erinnert.

Die Kirche ist ein Nachfolgebau der Kapelle, die früher in der Nähe des Seisthofes stand. Damals war das der Siedlungskern des 1166 erstmals in Urkunden erwähnte Dorfes Niederseist, heute Nierst. Aufgrund des neuromanischen Baustils wurde die Kirche in die Denkmalliste der Stadt aufgenommen. Sie muss innen wie außen unverändert erhalten bleiben, darf aber an moderne Nutzungsnotwendigkeiten angepasst werden. ESTHER MAI

(RP/rl/ila)