Meerbusch: "Osterather Mai" feiert Premiere

Meerbusch: "Osterather Mai" feiert Premiere

Viele tausend Menschen aus Meerbusch und Umgebung strömten gestern nach Osterath – zum neu gestalteten Handwerker- und Bauernmarkt. Die Traditionsveranstaltung mit dem neuen Titel "Osterather Mai" sorgte auch für volle Geschäfte beim Verkaufsoffenen Sonntag.

Viele tausend Menschen aus Meerbusch und Umgebung strömten gestern nach Osterath — zum neu gestalteten Handwerker- und Bauernmarkt. Die Traditionsveranstaltung mit dem neuen Titel "Osterather Mai" sorgte auch für volle Geschäfte beim Verkaufsoffenen Sonntag.

An einem der Händlerstände: Besucher Oliver Gram aus Kaarst informierte sich mit Sohnemann Jan (2) über die neusten E-Bikes. Der Osterather Händler Andreas Kull von "Kulles 2Radshop" gab Auskunft. Vor allem Informationen über E-Bikes im Stadtverkehr und für längere Radtouren wollten die meisten Meerbuscher bekommen. Foto: Dackweiler, Ulli

Tausende Besucher haben gestern den Handwerker- und Bauernmarkt in Osterath besucht. Vom Bommershöfer Weg über die Hochstraße bis zur Meerbuscher Straße verteilten sich rund 100 Stände. Nach Angaben der Veranstalter war dies eine leichte Zunahme zum Vorjahr. Zusätzlich öffneten ab 13 Uhr noch die Geschäfte des Ortes zum verkaufsoffenen Sonntag — und fast alle freuten sich über den Ansturm. "Es ist alles gut", resümierte Reinhard Paschmanns, Vorstandsmitglied des Werbe- und Interessenring Osterath (WIR).

An einem der Handwerkerstände: Malermeister Christian Hüsges (links) führte Lank-Latumerin Manuela Böhm und Sohn Henry Schiefer-Imitationen mit spezieller Spachtelmasse vor. Für die Renovierung des eigenen Wohnzimmers holte sich Manuela Böhm Anreize. Auch kniffelige Lehm- und Kalkputztechniken führte Hüsges vor. Foto: Dackweiler, Ulli

Mit einem neuen Konzept wollte der WIR für mehr Attraktivität sorgen. "Wir haben 'Spots' eingerichtet, die eine bessere Übersicht bieten", erklärte Paschmanns. Diese Schwerpunktzonen sollten Themengebiete darstellen, in denen die entsprechenden Händler ihre Produkte den Besuchern anbieten konnten. Auf der Hochstraße die "Gourmetmeile", auf der Meerbuscher Straße die Handwerker und Händler. Am Teilstück Kaarster Straße gab es noch eine Premiere: die erste Kinderbühne mit eigenem Programm. "Ohne dieses Angebot hätten wir den Markt nicht besucht", sagten die Besucher Jutta und Michael Domhan aus Osterath.

An einem der Bauernstände: Erdbeeren, Spargel und Rhabarber bot Johanna Merzenich (links) vom Osterather Bauernstand "Bacher Spargel" an. Kundin Ingrid Bomblies aus Osterath griff freudig zu. Die Seniorin beschwerte sich allerdings über die hohen Preise beim "Action-Bungy". Bei der Spring-Aktion kostete das Ticket für Kinder fünf Euro, für Erwachsene zehn. Foto: Dackweiler, Ulli

Wichtig für Kundenbindung

Auf der Kinderbühne: Smilla Domhan (5) ließ sich von Zauberer Arno Kaiser aus Büderich in den Bann ziehen. Die Eltern Jutta und Michael Domhan schauten dem magischen Spektakel zu. Besonders geheimnisvoll: das Zauberbuch. Vorher waren die Seiten leer. Dank Smilla und "einer magischen Flüssigkeit" füllten sich die Blätter wie von Geisterhand. Foto: Dackweiler, Ulli
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Fest gebunden an ihre Stände waren die Dachdecker, Kanaldichtungsprüfer und Maler. Dass in ihrer Schwerpunktzone viel zu tun war, freute die Handwerker. "Wir sind zufrieden", sagte Martina Hüsges vom Malerbetrieb Hüsges. Vor allem Privatkunden würden vorbeischauen und sich auch den einen oder anderen Tipp für den Wohnungsanstrich daheim besorgen.

Beim Großteil der Osterather Einzelhändler kam der neu konzipierte Markt gut an. Die hohen Besucherzahlen förderten ordentlich den Zulauf in den Geschäften. "Wir sehen den Tag trotzdem als einen Werbetag", sagte Kerstin Broda von der Goldschmiede Broda. Direkte Verkaufszahlen seien nur bedingt wichtig, längerfristige Kundenbindung schon mehr.

Aber nicht alle Einzelhändler zeigten sich begeistert. Auf der Meerbuscher Straße nahm die Standdichte ab der Höhe Ingerweg in Richtung Bahnhofsweg deutlich ab. Die Geschäfte profitierten weniger vom Besucherstrom. "Für uns ist das total schade", beschwerte sich Sabine Dmuschewski, Inhaberin von Bines Blumenstübchen. Ein komplettes Fazit des Tages will der WIR-Vorstand in den kommenden Tagen liefern.

(aru)
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