Meerbusch: Olivenbäume: Neuer Anlauf im Spätsommer

Meerbusch : Olivenbäume: Neuer Anlauf im Spätsommer

Mit Erstaunen hat Gartencenter-Inhaber Ullrich Wantikow die Erklärungen von Planungsdezernent Just Gérard zur Entfernung der Olivenbäumchen vom Lanker Marktplatz zur Kenntnis genommen. Gérard hatte im Bauausschuss erklärt, die Verwaltung habe das Gartencenter gebeten, die Werbeschilder von den Töpfen zu entfernen.

Doch der Betrieb sei nicht bereit gewesen, die Pflanzkübel ohne Spendertafeln auf dem Lanker Markt stehen zu lassen und habe sie daher abtransportiert.

Ullrich Wantikow betont dagegen, dass von einer solchen Reaktion seinerseits überhaupt keine Rede sein könne: "Der Grund für den Abtransport der Kübel lag einzig und allein in der Androhung einer Ordnungsverfügung. Die Stadt ist davon trotz Kompromissvorschlägen meinerseits nicht abgerückt". Wantikow habe vorgeschlagen, die Kübel um 180 Grad zu drehen, mit der Folge, dass die Werbeschilder nur noch von den Gastronomiebetrieben zu sehen gewesen wären.

Die Verwalrung habe jedoch darauf gepocht, dass die Kübel wegen ihrer massiven Form, ihrer Farbe und Bepflanzung inakzeptabel seien. "Der Kompromissvorschlag der Stadt war einzig und allein das Aufstellen kleinerer Kübel mit anderer Bepflanzung", so Wantikow. Am 13. Juni hatte in der Sache ein Ortstermin mit Planungsamtleiter Gerard, Grünflächenamtsleiter Michael Betsch, fünf Gastronomen und Wantikow auf dem Markt stattgefunden.

Die Geschichte könnte in wenigen Wochen eine Fortsetzung bekommen. Wantikow bietet an, die — von vielen Bürgern geschätzten — Olivenbäumchen wieder aufzustellen und die Töpfe am kompletten Rand mit langwachsendem Efeu zu bepflanzen. "Damit würde die kritisierte massive, betonartige Form aufgebrochen, und die Werbeschilder können überwachsen werden. Denn diese sind fest mit dem Kübel verklebt und können so ohne weiteres nicht entfernt werden". Ihm liege am Herzen zu betonen, dass das Ziel der Bepflanzung nicht das Schaffen einer "Werbeanlage" war, sondern den Platz in Absprache mit den Gastronomen zu verschönern.

Die Geschichte vom "Olivenbaum-Verbot auf dem Lanker Markt" hatte der Stadtverwaltung reichlich Ärger und Spott aus der Bürgerschaft eingebracht und zu diversen Leserbriefen an die Rheinsiche Post geführt.

(RP/ila)