Meerbusch: Öko-Markt zieht tausende Besucher an

Meerbusch : Öko-Markt zieht tausende Besucher an

Verkaufsoffener Sonntag und Öko-Markt - an 75 Ständen gab es in Lank-Latum gestern unter anderem selbst gemachte Marmeladen, Kunsthandwerk, Bücher oder Nistkästen zum Selberbauen.

Nicht nur für Meerbuscher, auch für viele Menschen aus den Nachbarstädten ist der Öko-Markt in Lank-Latum mittlerweile ein fester Termin im Kalender. An 75 Ständen bummelten die Besucher gestern vorbei, informierten sich über Natur- und Tierschutz, feilschten an Trödelständen um Bücher oder probierten Bio-Backwaren.

Kathrin Schloots vom Verband "Der Paritätische" schminkte die kleinen Besucher nach ihren Wünschen. Foto: Tanja Karrasch

Er war zum ersten Mal dabei: der Düsseldorfer Künstler Frank Lötfering. "Ich warte seit einem Jahr auf den Öko-Markt", sagte er. "Ich plädiere für Nachhaltigkeit und da dachte ich mir, das passt zu mir." Lötfering stellt sonst in seinem Atelier an der Bilker Straße in Düsseldorf aus und war begeistert von dem Interesse der Meerbuscher an seinen Kunstwerken aus Treibholz. "So viele Gespräche wie heute führe ich sonst in drei Monaten nicht."

Künstler Frank Lötfering war begeistert vom Meerbuscher Öko-Markt. Foto: Tanja Karrasch

Es sind Stände wie diese, die Wolf Meyer-Ricks vom Naturschutzbund Meerbusch beim Markt gerne dabei hat: "Alle, die im Bereich Ökologie Waren, Dienstleistungen oder Lebensmittel anbieten, zum Beispiel Schmuck aus Naturmaterialien, Honig aus der Region, Lederwaren aus vernünftiger Produktion", sagt er. Selbst gemachte Seifen, gehäkelte Mützen, Bastkörbe, Öle - die Bandbreite der Verkaufsstände war groß. Am Stand des Tierschutzvereins stellten die Ehrenamtlichen Katzen vor, die ein neues Zuhause suchen und informierten über ihre Wildtierauffangstation, auch Green Peace und der ADFC standen für Gespräche bereit. Am Stand des Nabu konnten Besucher etwa Nistkästen selber bauen oder ihre alten Handys entsorgen. Die rote Kiste war schon am frühen Nachmittag mit vielen Handys der ersten Stunde gefüllt. Was nicht überhandnehmen soll: Essensstände. "Natürlich soll es auch etwas zu Essen geben, aber es soll nicht der Hauptgrund der Veranstaltung sein." Deshalb gab es nur ausgewählte Stände: Die evangelische Gemeinde verkaufte Kuchen, an der Crêpe-Bude standen die Menschen Schlange.

Julian Bähr und Wolf Meyer-Ricks am Stand des Naturschutzbundes. Foto: Tanja Karrasch

Besonders stolz war Meyer Ricks, der den Markt 1993 ins Leben gerufen hat, gestern auf die Angebote für Kinder, die in der Lanker Fußgängerzone verteilt über den ganzen Markt zu finden waren. Eine Hüpfburg, ein Zauberer, Probesitzen auf einem Trecker oder Kinderschminken am Stand des Spitzenverbands "Der Paritätische" und des Sozialpsychiatrischen Zentrums Meerbusch. Dort verwandelte Kathrin Schloots die kleinen Besucher in Schmetterlinge, Sternenmädchen oder Löwen.

Zum ersten Mal startete der Markt bereits schon um 10 anstatt um 11 Uhr. "Das hatte sich wohl noch nicht rumgesprochen", sagte Meyer-Ricks. Die Veranstaltung war daher zunächst eher schleppend angelaufen. Am Ende des Tages zeigte sich der Naturschützer aber mit den Besucherzahlen sehr zufrieden. "So eine Open-Air-Veranstaltung steht und fällt ja immer etwas mit dem Wetter." Es blieb trocken, die Lanker Innenstadt war bis zum Ende um 17 Uhr gut gefüllt. Was den Organisator besonders freute: "Die Veranstaltung ist zu Ende und es liegt nichts rum, jeder nimmt seine Sachen mit. Das ist wirklich genial."

(tak)