Öffentliche Grillplätze in Meerbusch

Weitere Grillplätze geplant : Büderich bekommt einen öffentlichen Grillplatz

Der alte Grillplatz in Büderich wird wieder aufgehübscht.

(ena) An schönen Sonnentagen werfen die Meerbuscher gerne mal den Grill an. „Leider auch an Stellen, die dafür nicht geeignet sind“, sagt Michael Betsch, Bereichsleiter Baubetriebshof, Grünflächen und Friedhöfe. Deshalb gibt es seit 2018 Pläne, in den verschiedenen Ortsteilen öffentliche Grillplätze zu bauen. 5000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Der erste Grillplatz soll nun in Büderich in der Nähe des Stadions am Eisenbrand entstehen, teilte Betsch im Bau- und Umweltausschuss mit. „Das freut mich für Büderich“, sagte Gabriele Pricken (CDU). „Wir erwarten aber, dass dann auch in den anderen Ortsteilen Grillplätze folgen.“

Betsch erklärte: „In Büderich haben wir bereits seit 1981 einen kleinen Grillplatz, der lediglich ausgebaut werden müsste.“ Aktuell liege die etwa 25 Quadratmeter große, gepflasterte Fläche versteckt zwischen Sträuchern und sei „komplett unattraktiv“. Das Positive an der Stelle: „Dort kann man parken, es dürfte keine Lärmprobleme geben, und der Platzwart des Stadions ist in der Nähe.“ Die Verwaltung plant, die Fläche zu pflastern, Aschebehälter und Hinweisschilder aufzustellen sowie eine Picknickbank aus Holz und Abfallkörbe. Lothar Keiser (UWG) erinnert sich noch an den ursprünglichen Platz und sagte: „Die Anlage wurde damals unglaublich stark genutzt. Dann ist sie aber irgendwie verkommen.“ Er plädierte dafür, den Büdericher Grillplatz als „Musteranlage“ zu nutzen, „um Erfahrungen zu sammeln und dann weitere öffentliche Grillplätze zu planen“. Einige Ausschussmitglieder befürchteten jedoch, dass ein öffentlicher Grillplatz „zugleich eine Einladung für Randalierer“ sei. „Die Pflastersteine kann man he­rausbrechen und damit herumwerfen“, sagte Ausschussvorsitzender Leo Jürgens (CDU). „Ich bin für etwas Unkaputtbares: eine Betonplatte, eine Stahlbank und fertig. Die Rowdys zerstören doch sonst alles.“

Michael Betsch von der Verwaltung widersprach den Befürchtungen – zumindest teilweise: „Wenn eine Fläche gut gepflastert ist, kann da niemand Steine herausbrechen.“ Außerdem: „Der Platz soll ja auch einladend sein und eine gewisse Ästhetik haben – da kann man nicht einfach eine Betonplatte hinmachen.“ Den Vorschlag mit der Bank aus Stahl statt aus Holz nahm er jedoch in die Pläne auf.

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