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Meerbusch: OBV weiter für Ganztag verantwortlich

Meerbusch : OBV weiter für Ganztag verantwortlich

Der Schulausschuss hat einstimmig beschlossen, dass die Trägerschaft für das Programm des Offenen Ganztags in Meerbusch ab dem 1. August erneut an den Osterather Betreungsverein geht. Der OBV ist für vier Jahre zuständig

Fast schon eine Tradition kann der Osterather Betreuungsverein auf dem Gebiet der Offenen Ganztagsschule aufweisen. Seit 2004 hat der Verein die Trägerschaft in der Ganztagsbetreuung. Was mit 200 Kindern und der Beteiligung von sechs Meerbuscher Schulen begann, hat sich über die Jahre zu einer flächendeckenden Institution ausgewachsen. Heute betreut der OBV 1400 Kinder. Davon besuchen nach Angaben der Stadtverwaltung rund 920 die Offenen Ganztagsschulen, rund 380 nehmen am Programm der verlässlichen Grundschule teil. Unter den 155 Mitarbeitern des OBV sind Erzieher, Sozialarbeiter und Pädagogen sowie weitere Mitarbeiter. Auch Erzieher im Anerkennungsjahr und Menschen, die Bundesfreiwilligendienst leisten, gehören zum Team. "2002 haben wir den Verein für die Betreuung der Kinder an der Barbara-Gerretz-Schule und der Eichendorff-Schule gegründet", sagt Eimer.

Mittlerweile beteiligten sich alle Meerbuscher Grundschulen, die Realschule und die Raphael-Schule am Programm des Offenen Ganztages. Den Herausforderungen für die kommenden vier Jahre sieht Geschäftsführer Jürgen Eimer weitgehend gelassen entgegen. "Es gibt eventuell einige räumliche Probleme", sagt Eimer. Denn auch die Gruppen sind größer geworden. Statt vorher 25, sollen nun maximal 28 Kinder in eine Gruppe aufgenommen werden. Die Stadt wolle aber an der Brüder-Grimm-Schule und der St.-Mauritius-Schule eventuell neue Räume schaffen. "Es gäbe auch die Möglichkeit, auf einige Klassenräume auszuweichen, allerdings haben die Viertklässler länger Unterricht als zum Beispiel Erstklässler", sagt Eimer. Die Betreuungszeit geht vom Ende der vierten Stunde um 11.30 Uhr bis 16 Uhr.

Die Stadtverwaltung hatte die Übernahme der Betreuungsaufgaben bereits zum dritten Mal ausgeschrieben. Festgelegt war, dass die Betreuung an einen einzigen Träger übergeben werden sollte. Dadurch soll es vereinfacht werden, das Ferienprogramm zu organisieren.

Bei der Entscheidung für den Zuschlag machte der Preis, den der OBV für seine Leistungen veranschlagt hatte, 30 Prozent der Gewichtung aus. Der Rest entfiel auf einzelne Qualitätsmerkmale wie qualifiziertes Personal, kindgerechte Freizeit- und Sportprogramme oder Hausaufgabenbetreuung. Mitbewerber des Osterather Betreuungsvereins waren die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, die Awo, die Diakonie und der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband. Sie waren von der Stadt aufgefordert worden, ein Angebot für die Betreuungsleistungen zu machen.

Die Stadt zahlt insgesamt rund 1,9 Millionen Euro pro Jahr für die Nachmittagsbetreuung von Grundschülern. Darin sind Zuweisungen des Landes NRW in Höhe von rund 910 000 Euro enthalten. Der Restbetrag ergibt sich aus dem Eigenanteil der Stadt und den gezahlten Elternbeiträgen. Die einzelnen Elternbeiträge sind nach dem Einkommen der jeweiligen Eltern gestaffelt. Für das Haushaltsjahr 2012 waren das insgesamt 631 000 Euro.

(RP/ac)