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Nierster Bürger sanieren Sitzgruppe

Engagement in Meerbusch : Nierster Sitzgruppe strahlt wider

Im Herbst 2020 war die beliebte Sitzgruppe am Rhein abgebrannt. Mit dem Engagement der Nierster Bürger konnte sie wieder aufgebaut werden. Weil sie aber nicht bemalt und lackiert worden war, ging das Holz schnell kaputt. Jetzt haben die Nierster erneut Einsatz gezeigt.

Ohne Ehrenamt ist das soziale Leben in einer Stadt kaum denkbar. Beispiel Nierst: Da wird angepackt, wenn es darum geht, das Rheinufer von Müll zu säubern, da wird der Dorfplatz mit einer Skulptur verschönert und, als Höhepunkt, ein fantasievoller Karnevalszug auf die Beine gestellt.

Aber auch gegen Negatives wie das verbotswidrige Durchfahren des Dorfes mit LKWs wird Widerstand organisiert. Jetzt gab es wieder ein schönes Beispiel, wie durch die tatkräftige Mitarbeit von Bürgern Positives erreicht wurde. Es handelt sich dabei um die Sitzgruppe, die auf dem Rheindeich zum Verweilen einlädt, und dazu, seinen Proviant zu teilen und die Rheinatmosphäre zu genießen. Diese war ursprünglich von der Deichbau-Firma Amand Bau NRW dem Nierster Bürgerverein als Dank für die gute Kooperation bei der Gestaltung der Deich-Baumaßnahme gestiftet worden.

Doch im Herbst 2020 schlugen Flammen aus der aus massiven Holz gefertigten Sitzgruppe. Die Feuerwehr ging von Vandalismus aus. Es sei zwar kein Problem gewesen, den Brandherd zu löschen, doch die schönen Bänke, die einen ganzen Pausenplatz bilden, waren zerstört, erzählt Hans-Wilhelm Webers vom Bürgerverein Nierst. Der Bürgerverein war entsetzt, beschloss aber dennoch, die Sitzgruppe wieder herzustellen.

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Mit Hilfe von Sponsoren und viel Eigenarbeit wurden die Holzelemente restauriert, allerdings noch nicht gestrichen. Das rächte sich in den vergangenen Monaten. Das Holz verwitterte und sah nicht mehr schön aus. Das sollte nun endlich nachgeholt werden. Die Farbe wurde von der Firma Amand gestiftet, ein Vortreffen organisiert und dann ging es los. Hans-Wilhelm Webers, Karl Josef Schmitz, Michael Schmitz, Klaus Pricken und Freddy Mothes griffen zu Schmirgelpapier und Pinsel und staunten, wie schnell das Holz die Farbe aufsog, sodass ein zweiter Anstrich notwendig war. Sie krochen auch unter Tisch und Bänke, um jedes Stück zu erreichen und dauerhaft zu schützen. Danach waren sie mit ihrem Werk zufrieden und stolz auf den Anblick „der schönsten Bank zwischen Büderich und Krefeld“. Mit einem kleinen Umtrunk weihten sie die Bänke ein, denn zum Ehrenamt gehört auch immer die Geselligkeit.