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Meerbusch: Neuer Pächter für Alten Bahnhof

Meerbusch : Neuer Pächter für Alten Bahnhof

Jörg und Thomas Weyergraf betreiben bald die Gastronomie im Osterather Bahnhof. Zurzeit wird das Restaurant deutlich umgestaltet – durch neue Farben, Edelstahl und Glas. Die Eröffnung ist spätestens für Ende September geplant. Im Ausschank gibt es dann das hausgebraute "Gulasch Alt".

Osterath Ins altehrwürdige Bahnhofsgebäude in Osterath zieht die Neuzeit ein. "Frische Farben, neue Materialien – alles soll modern, effektiv und hygienisch sein", sagt Sabrina Schenk. Aber die Hotelfachfrau beruhigt: "Es wird auf jeden Fall der 'Alte Bahnhof' bleiben." Darauf legt auch Jörg Weyergraf großen Wert: "Es wird unter dem selben Namen ein neuer Eindruck entstehen. Aber die Gäste sollen sich super wohlfühlen." Der Koch und sein Bruder Thomas, gelernter Techniker, werden das Restaurant "Alter Bahnhof" betreiben.

Der Alte Bahnhof in Osterath mit seiner charakteristischen Holzfassade. Foto: Boris Schmidt

Mit den Osterather Gegebenheiten kennen sich die Brüder bestens aus. Dort sind sie aufgewachsen, und Jörg Weyergraf hat im "Strümper Hof" seine Koch-Lehre gemacht. Bald wird er mit seinen Kochkünsten im denkmalgeschützten Alten Bahnhof seine Gäste verwöhnen. Aber jetzt wird erst einmal umgebaut.

Fast schon eine Sanierung

"Aus einer Renovierung ist fast eine Sanierung geworden", stellt Weyergraf (41) fest: Neue Farben, Edelstahl und Glas kombiniert mit dem frisch abgezogenen Holzboden, hellen Tischen und dunklen Stühlen, die Verarbeitung von Teilen der alten Gleise an den Stehbiertischen, die Renovierung der an der Decke befestigten Eisenbahn-Anlage, neue Beleuchtung und neue Küchengeräte.

Schenk, deren Vater Malermeister ist, greift auch schon mal selbst zum Pinsel. "Aber wir wollen nicht improvisieren", betont die 27-Jährige. Auch sie hat bei Johannes Siemes gelernt: "Er ist ein enger Freund von uns beiden." Damit stellt sie klar, dass sie und Jörg Weyergraf ein Paar sind, das in Strümp lebt. Als der Koch jetzt eine neue Herausforderung suchte, war die serviceorientierte Hotelfachfrau schnell dabei: "Ich bin in Zukunft die Ansprechpartnerin für die Gäste."

Brauhaus-Stil bleibt erhalten

Weniger begeistert von der Idee, sich selbstständig zu machen, waren Jürgen Flohr und Klaus Unterwaining. Die Betreiber der Hausbrauerei "Alter Bahnhof" in Düsseldorf-Oberkassel ließen ihren Koch nur ungern gehen. Aber als sie hörten, dass es in Osterath bald das hausgebraute "Gulasch Alt" im Ausschank geben wird, waren sie versöhnt. Neben diesem Alt, das es auch im "Gulasch" in Büderich gibt, wird nach der Eröffnung Ende September zusätzlich Pils ausgeschenkt. "Der Brauhaus-Stil soll – modernisiert – erhalten bleiben", betonen Schenk und Weyergraf. "In der Schwemme kann man auch nur ein Bier trinken oder einen Käse-Happen essen." Leichte Küche, wie eine Dorade mit frischen Kartoffeln, kommt ebenso auf den Tisch, wie Gerichte für die Kids, die sich nach dem Essen auf eine Überraschung freuen dürfen. Weyergraf: "Wir stecken viel Herzblut in dieses Projekt und hoffen, dass es angenommen wird."

(RP)