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Meerbusch: Neue Laternen: Anwohner sauer auf Stadt

Meerbusch : Neue Laternen: Anwohner sauer auf Stadt

Anwohner der Hindenburgstraße in Alt-Meererbusch sind sauer. "Wir haben nur eine kurze Info bekommen, dass die Laternen ausgewechselt werden und die Abrechnung zu erwarten sei", schimpft Ludwig Huberti. "Bei der Stadt konnte mir keiner sagen, mit welchen Kosten zu rechnen ist", beklagt er weiter. Auch Anwohnerin Heike Endemann ist verärgert. "Wenn wir schon zahlen sollen, dann hätte man uns im Vorfeld in die Überlegungen einbeziehen können." Ihre schlimmsten Befürchtungen und die von Suzanne Wienen-Quante, dass die Lampen in Meerbusch-Blau gestrichen werden, haben sich nicht bestätigt.

"Wir streichen nur die Maste auf den Hauptstraßen blau", erläutert Dezernent Dr. Just Gérard. Das Thema Laternen – insgesamt stehen 1500 auf dem Plan – sei darüber hinaus in den zuständigen Ausschüssen diskutiert worden. "Es gibt einen politischen Beschluss", so Gérard, "alte Laternen sukzessive gegen moderne, energiearme auszutauschen." Die alten Peitschenleuchten stammten aus den 60er Jahren und werden aufgrund des Alters ausgetauscht. Die Kosten in Höhe von rund 30 000 Euro (für 46 Laternen) müssten zu 70 Prozent von den Anwohnern getragen werden. Der individuelle Preis richtet sich nach der Grundstücksgröße. Pro Quadratmeter würde weniger als ein Euro fällig, so Gérard. Unterschiede gebe es bei der Nutzung der jeweiligen Grundstücke.

Dem Argument, dass die neuen Lampen nicht hell genug seien, kann er nicht folgen. "Sie sind nachgewiesenermaßen heller, selbst wenn einige Leuchten in den Bäumen stehen, wie die UWG kritisiert hat". Die Stadt werde die alten Linden aus diesem Grund nicht beschneiden, sagte Gérard an die Adresse der UWG.

(RP)