Verkehr in Meerbusch Politik beschließt neue Fußwege auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz

Meerbusch · Mit Pollern will die Stadt dafür sorgen, dass Fußgänger und Kinder auf dem Schulweg nicht mit dem Parkverkehr in Konflikt geraten. Zudem soll der bisherige Fußweg anders gefärbt werden, damit er nicht mehr wie ein Fahrradstreifen aussieht.

 Sperrung Franz Schütz Platz Büderich

Sperrung Franz Schütz Platz Büderich

Foto: Stadt Meerbusch

Der Dr.-Franz-Schütz-Platz an der Dorfstraße ist als zentraler Platz von Büderich sehr belebt, Auto- und Radfahrer sowie Fußgängern nutzen ihn. Um hier Konflikte oder gar Unfälle zu vermeiden, gibt es schon länger die Forderung, die Verkehrsräume deutlicher voneinander zu trennen. Dieses Vorhaben soll nun bald umgesetzt werden, eine entsprechende Entscheidung ist im Ausschuss für Klima, Umwelt und Bau gefallen.

So soll nun eine Querung für Fußgänger entlang der östlichen Seite des Platzes markiert und mit Pollern vom Parkplatz getrennt werden. Im Blick der Planer sind dabei vor allem die Schüler der angrenzenden Brüder-Grimm-Schule. Zwar sollen deren Schüler den Dr.-Franz-Schütz-Platz nach offiziellem Schulwegplan gar nicht queren, sondern die Schule über die Theodor-Hellmich-Straße erreichen, in der Praxis sind jedoch immer wieder Schulkinder auf dem Platz unterwegs.

Da jedoch Parkmanöver immer eine gewisse Gefahr für den Fußverkehr bergen, wurde nun beschlossen, den Fußweg entlang des Verwaltungsgebäudes und der Stadtbibliothek vom Rest der Platzfläche abzutrennen. Von der Dorfstraße bis zur Bibliothek besteht bereits ein markierter Gehweg. Durch die Abpollerung müssen die Behindertenstellplätze neu markiert werden, zusätzlich entfallen drei reguläre Stellplätze. Die Farbe des Gehwegs soll zudem geändert werden, da sie aktuell leicht mit einem Radweg zu verwechseln ist.

Die Stadtverwaltung hat auch weitere Varianten geprüft. So war angeregt worden, den Gehweg baulich zu erhöhen und so von der Parkfläche zu trennen. Hierfür wären jedoch Mittel in Höhe von rund 55.000 Euro über den städtischen Haushalt bereitzustellen, zudem hätten Grünbeete versiegelt werden müssen, zudem wäre die Treppe des unter Denkmalschutz stehenden Verwaltungsgebäudes umzubauen, was weitere, nicht einzuschätzende Kosten mit sich gebracht hätte. Auch eine Abtrennung mit Pflanzkübeln, wie sie bereits jetzt einige Stellflächen ersetzen, wurde verworfen, da hierfür noch mehr Parkraum hätte geopfert werden müssen.

In ihrer jetzigen, von der Politik einstimmig beschlossenen Form wird die neue Verkehrsführung auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz etwa 19.000 Euro kosten, die im Rahmen des Haushalts für 2023 bereitgestellt werden.

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