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Neue Fahrradabstell-Anlagen an fünf Meerbuscher Haltestellen

Ziel: Mehr Menschen auf die Bahn bringen : Bike and Ride an Meerbuschs Haltestellen

An fünf Haltestellen der U76 will die Rheinbahn neue und größere Fahrradabstell-Anlagen installieren. Auf die Stadt kommen dafür keine Kosten zu, das Land NRW fördert das Projekt. Ziel: mehr Menschen auf die Bahn bringen.

Das Ziel ist klar: Es sollen mehr Menschen mit der Rheinbahn zur Arbeit  fahren. Am besten sollen sie den Weg zur Haltestelle mit dem Fahrrad zurücklegen, meinen Verkehrsplaner von Stadt und Land, und wollen genau diese Variante erleichtern. Damit eben mehr Menschen mit dem Rad zur Haltestelle und dann weiter mit der Bahn fahren, installiert die Rheinbahn auch in Meerbusch neue Fahrradabstell-Anlagen.  Die Pläne stellten Bernhard Herrmann und Dominik Schillings von der Rheinbahn jetzt den Politikern im Planungsausschuss vor.

Kosten Die rund 200.000 Euro muss nicht die Stadt Meerbusch übernehmen, sondern sie fließen aus einem Sonderprojekt, das vom Land gefördert wird. „Wir brauchen nur das Okay der Stadt“, so Herrmann. Das sprachen ihm die Planungs-Politiker aus. In den etwas mehr als 200.000 Euro sind neben den Anlagen und notwendigen Baumaßnahmen auch das elektronische Zugangssystem enthalten. Der Förderantrag soll bis zum 30. Juni entschieden sein. Dann soll die Planung für die fünf Meerbuscher Bahn-Haltestellen abgeschlossen sein. Frühestens Ende dieses Jahres sollen die ersten Anlagen gebaut und in Betrieb genommen werden können. Bei den Anlagen handelt es sich um begehbare große Boxen aus Stahl – die für 16 Räder ist 2,30 Meter tief und 5,28 Meter breit. Die 22-er Anlage ist 6x6,50 Meter groß. An der Station Hoterheide werden außerdem 20 Schließfächer für Taschen, Helme oder Regenjacke  installiert. Die müssen dann extra gebucht werden.

Die Planungen im Detail Die Haltestellen Bovert, Forsthaus, Haus Meer, Hoterheide und Landsknecht sollen mit den neuen Fahrradabstell-Anlagen ausgestattet werden.  Bovert, Haus Meer  und  Forsthaus erhalten  jeweils 16 neue Stellplätze in jeweils einer Fahrradanlage; Hoterheide bekommt 32 Plätze ebenfalls in einer großen Anlage. Die Haltestelle Landsknecht hat jetzt schon 20 städtische Boxen und soll durch die Rheinbahn 20 neue Stellplätze hinzu bekommen. Von den städtischen Mietboxen für Fahrräder am Landsknecht sind bislang zehn vermietet. Weil hier die Nachfrage offenbar nicht so gut ist, überlegt die Stadt, diese zehn nicht vermieteten Boxen eventuell an eine Bushaltestelle zu versetzen. Dagegen sind die städtischen Boxen am Osterather Bahnhof zu 100 Prozent vermietet.

Umbauten In Bovert müssten drei Kfz-Parkplätze für die neue Anlage weg genommen werden. An der Haltestelle Forsthaus müsste ein Strauch gefällt werden, am Haus Meer müssten ein Baum gefällt und eine Laterne versetzt werden, an der Station Hoterheide sollen für die neue begehbare Anlage drei Parkplätze gestrichen werden. Am Landsknecht stehen an dem ausgeguckten Platz für die Anlage zwei kleinere Sträucher, die gefällt werden müssten.

Tarifsystem Der Unterschied zu den städtischen Boxen: Diese werden fürs ganze Jahr vermietet, die von der Rheinbahn kann man auch nur für einen Tag mieten.  Die Rheinbahn verlangt für einen Tag  1,20 Euro, für die Woche sechs Euro, für einen Monat 15 und fürs ganze Jahr 90 Euro. Ticket-Abonnenten zahlen 60 Cent/drei/acht/60 Euro. Wer eine der Abstell-Anlagen der Rheinbahn mieten will, kann das über die Rheinbahn App machen und seine Daten auf der Chipkarte seines Abos speichern. Die Rheinbahn übernimmt auch das Diebstahlrisiko der Nutzer und ist bereit, bei Diebstahl einen Schaden bis zu 4000 Euro zu ersetzen.