Neue Betreuer für Meerbuscher Kita- und Grundschulkinder

Die neuen Kräfte für die Kinderbetreuung: Die neuen OBV-Azubis

14 Auszubildende, FSJ-ler und Studentinnen haben ihre Arbeit beim Osterather Betreuungsverein angefangen. Sie sollen sich in den nächsten Monaten und Jahren um Kita- und Grundschulkinder kümmern.

Im Moment hat der OBV Meerbusch 184 Mitarbeiter, die mehr als 1750 Kinder aus Meerbusch und Umgebung betreuen. Der OBV ist der einzige Träger für offene Ganzstagsschulen. Durch den Einsatz in offenen Ganztagsschulen oder in der eigenen Kita „Schatzinsel“, möchte Vereinsgründer und OBV-Vorsitzender Jürgen Eimer das Problem der fehlenden Fachkräfte lösen und offene Stellen besetzten. „Wir hoffen, dass die jungen Menschen, nach dem sie bei uns ihre Ausbildung gemacht haben, auch bei uns bleiben“, so Eimer. „Es gibt leider keine Vollzeit-Ganztagsstellen wegen des niedrigen Lohns, und die Vollzeitstellen in unserer Kita kriegen wir nicht besetzt. Unsere begrenzten Ausbildungsplätze sind jedoch immer voll belegt“, sagt er am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen Mitarbeiter.

Den neu dazugekommenen Auszubildenden gefällt ihr neuer Arbeitsalltag. Die 20-jährige Laura aus Krefeld kann sich vorstellen, sich  nach dem Dualen Studium dem OBV langfristig anzuschließen. Die nächsten dreieinhalb Jahre erlebt sie einen wöchentlichen Wechsel aus jeweils einer Woche Arbeit in der Ganztagsschule der Theodor-Fliedner Schule in Lank und Kursen in der IUBH. „Der Arbeitsalltag ist sehr angenehm, und man bekommt eine neue Perspektive für Kinder in Grundschulen. Das Team ist sehr nett, und wenn es so gut läuft wie bisher, bleibe ich hier“, erzählt sie. Von der Aktion erfahren hat sie durch ihren Studienberater.

Ähnlich lief es bei Leon Hilger, der zuerst ein Freiwilliges Soziales Jahr beim OBV absolviert hat und nun seine dreijährige Ausbildung auf der Martinus-Schule begonnen hat. Er geht mindestens 20 Stunden pro Woche zur Arbeit und danach, ab 17 Uhr, zum Unterricht. „Vor dem Freiwilligen Sozialen Jahr wollte ich etwas komplett anderes machen. Die Zeit dort war für mich wie ein Findungsjahr. Nun weiß ich, dass ich nach meiner Ausbildung Grundschullehramt studieren will,“ erzählt der 25-Jährige.

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Auch die 19-jährige Leah Zuschlag hat im September ihr Freiwilliges Soziales Jahr an der Pastor-Jacobs-Grundschule in Lank angefangen. Vor ihrem anstehendem Studium auf Grundschullehramt möchte sie praktische Erfahrung sammeln. „Manchmal kann die Arbeit mit den Kindern anstrengend sein, aber mir macht es großen Spaß, und dazu sind meine Kollegen sehr nett. Ich kann so ein Programm jedem weiterempfehlen“, so Leah. Nach dem sie schon beim Babysitten festgestellt hat, wie viel Spaß ihr die Arbeit mit Kindern macht, hat sie sich bei ihrer ehemaligen Grundschule gemeldet, die sie dann zum OBV weitergeleitet hat.

„Meistens wollen die künftigen Auszubildenden in der eigenen Grundschule aushelfen“, sagt Jürgen Eimer, „Wir versuchen immer auf die individuellen Wünsche bezüglich des Ortes einzugehen.“ Da so gut wie die Hälfte des neuen Jahrgang aus Meerbusch und der Rest aus der Umgebung, wie Neuss oder Krefeld, kommt, fällt dem OBV es leicht, die Erzieher an ihre Wunschgrundschule zu vermitteln. Der Verein möchte den jungen Menschen einen praxisorientierten Alltag anbieten, damit sie direkt nach ihrem jeweiligen Abschluss mit Kindern arbeiten können.

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