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Neue Aufgabe für Meerbuscher Koch Anthony Sarpong auf dem Petersberg

Gastronomie : Dependance für Meerbuscher Sternekoch

Bei der Gala zur Eröffnung des Grandhotels auf dem Petersberg war auch Sternekoch Anthony im Einsatz. Der Meerbuscher ist „Culinaric Director“ des Hauses.

Drei Monate hatte Anthony Sarpong Zeit, sich auf dem Petersberg häuslich einzurichten und sich an eine neue Feinschmecker-Klientel zu gewöhnen. Doch seine echte Feuertaufe als „Culinaric Director“ erlebte der Sternekoch aus Meerbusch erst am Montag.

Bei der glanzvollen Eröffnungs-Gala im Steigenberger Grandhotel & Spa Petersberg bewirtete er hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Show. Sie standen Schlange vor seinem Büffet in Bills Restaurant & Grill, benannt nach Bill Clinton, für den bei seinem damaligen Besuch auf dem Petersberg noch schnell eine Joggingstrecke angelegt wurde.

Anthony verantwortet nach der neuen gastronomischen Ausrichtung des für 40 Millionen Euro komplett umgestalteten Luxushotels die kulinarische Rubrik „New Dining“. Seinem Büdericher Sternelokal „Anthony‘s“ bleibt er weiterhin treu. Der Spagat zwischen Meerbusch und Königswinter sei gut zu schaffen, versicherte er beim Anrichten von Kalbsbäckchen mit Okco (Süßkartoffel), Mais und Kakao. Und, wie ist es auf dem Petersberg? Kurz zögert er, bevor er die Frage mit „anders“ beantwortet. Wie jeder Neustart brauche wohl auch dieser seine Zeit, glaubt er. „Aber das wird. Was mich sehr freut und auch überrascht hat, sind die zahlreichen Meerbuscher Gäste, die ich hier schon bewirten durfte“, fügt er hinzu. „Der Weg scheint ihnen nicht zu weit zu sein.“

Wenige Meter neben Anthony hatte Günter Jauch einen Weinstand mit Weinen aufgeschlagen. Assistiert von seiner Frau Thea Sieler, füllte er emsig und bei bester Laune wie am Fließband Kostproben von seinem Weingut Othegroven in Kanzem an der Saar in die Gläser. Seine Anwesenheit hatte einen besonderen Grund. „Ich bin gekommen, weil ich das Hotel mal wieder sehen wollte“, erzählte der TV-Moderator. „Als Hauptstadt-Korrespondent des Bayrischen Rundfunk lebte ich ein Jahr in Bonn und war oft bei Veranstaltungen auf dem Petersberg.“

In allen öffentlichen Bereichen gab es Gastro-Stationen, von der Austern-Bar bis zum deftigen Grillgut auf der Rotunden-Terrasse. Zu Johann Lafer strebten auffallend viele Gäste, schon von weitem konnte man sein getrüffeltes Kartoffelpüree erschnuppern. Die Parole „wir gehen erstmal zum Lafer“ hatte auch René Heinersdorff ausgegeben. Er nutzte den spielfreien Abend des Theaters an der Kö zu einer Stippvisite auf den Petersberg und hatte das Ensemble von „Komplexe Väter“ mit Jochen Busse und Hugo Egon Balder sowie Schauspielerin Anja Kruse im Schlepptau.

Einem anderen ehemaligen Meerbuscher Bürger war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Michael Kain, bis vor vier Jahren Direktor im Steigenberger Parkhotel an der Kö, sieht sich nach Planung und Umbau der Denkmal geschützten Hotel-Legende am Ende eines langen Weges. „Mir fällt heute ein dicker Fels vom Herzen“, sagte er. „Das Haus wird gut angenommen“, sagte er, „wir liegen sogar weit über Budget.“ Eine zusätzliche Freude bereiteten ihm die vielen vertrauten Düsseldorfer, die er zur Wiedereröffnung begrüßen konnte.