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Fußball: Nächste Aufstiegsfeier im Visier

Fußball : Nächste Aufstiegsfeier im Visier

Als Fußball-Sechstligist ist der TuS Bösinghoven nach dem KFC Uerdingen (NRW-Liga) der ranghöchste Club im Fußballkreis Kempen-Krefeld. Für seine erste Saison in der Niederrheinliga gibt der Neuling Rang fünf als Ziel aus.

An eins haben sich die Fußballer des TuS Bösinghoven gewöhnt: am Saionende gibt es eine Aufstiegsfeier. Viermal in den vergangenen fünf Jahren war das der Fall, in diesem Zeitraum schafften die Schwarz-Gelben den Durchmarsch von der Kreisliga A in die Niederrheinliga.

Damit ist das Ende der Fahnenstange jedoch noch nicht erreicht, denn der TuS schickt sich an, auch in der am Sonntag beginnenden Saison eine Liga höher zu klettern. Denn bedingt durch eine Strukturreform wird im kommenden Jahr die NRW-Liga wegfallen, so dass nach aktuellem Stand bereits Platz 13 genügen wird, um in der Saison 2012/13 sicher in der neuen Oberliga Niederrhein (dann fünfte Liga) spielen zu dürfen. Diese Platzierung daher auch als Ziel auszugeben, ist aber nicht die Sache von Manager Christoph Peters. "In der Mannschaft steckt genug Potenzial für Rang fünf", sagt er.

Dafür wurde der Kader in der Spitze und in der Breite verstärkt. Den Weg aus Fischeln zum TuS wählten Dominik Idel und Valerio Parvisi, vom VfR Neuss kam Boubacar Coulibaly, und Torwart Oliver Haßler stieß aus Wülfrath dazu.

Zudem wechselten Niklas van der Warth vom VfB Uerdingen, Florian Meier vom 1. FC Mönchengladbach und der frühere Büdericher Kevin Dauser von Regionalligist Fortuna Düsseldorf II. Die drei letztgenannten üben großen Druck auf die arrivierten Spieler aus. "Niklas ist ein überragender Fußballer.

Er ist erst 19 Jahre alt und wird für Furore sorgen", ist Peters überzeugt. Die beiden offensiv orientierten Meier und Dauser sollen den Abgang von Axel Lawarée kompensieren, der nun in der 2. Belgischen Liga kickt. "Florian hat eine unheimliche Spielintelligenz, und Kevin ist ganz stark im Torabschluss", weiß Peters. Offen ist das Rennen um den Platz zwischen den Pfosten, denn die etatmäßige Nummer eins, Marco Schmitz, und Oliver Haßler liefern sich ein packendes Duell. Abwehrchef ist Mehmet Özer. Neben ihm hätte Malte Orlikowski im Zentrum verteidigt, doch er fällt wegen eines Beinbruchs lange aus.

Trainer Wolfgang Jeschke hat in seinem 24er-Kader jede Position doppelt besetzt. Die einzige Spitze bildet Dauser, dahinter spielt eine brandgefährliche Dreierreihe, für die Jeschke aus Kerim Gürdal, Daniel Palac, Semir Purisevic, Florian Meier und Ex-Profi Robert Palikuca zur Verfügung stehen.

Der Coach hat die Qual der Wahl, so dass sich etablierte Spieler aufdie Bank setzen müssen. "Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt aber, dass im Saisonverlauf jeder seine Chance erhalten wird. Was der Einzelne dann daraus macht, liegt an ihm selbst", erklärt Jeschke. Doch an sich ist es auch egal, welche Akteure zum Einsatz kommen werden — auf eins kann man sich beim TuS verlassen: am Saisonende wird die nächste Aufstiegsfeier steigen.

(RP/rl)