Meerbusch: Nachfolger gesucht

Meerbusch: Nachfolger gesucht

Wer wird neuer Wirtschaftsförderer in Meerbusch? Die Stadt bereitet für Ende März eine Ausschreibung vor. Der oder diejenige soll drei Monate lang von dem Ende 2010 in Rente gehenden Klaus Malinka eingearbeitet werden.

Abgeschlossenes Studium mit Wirtschaftsbezug, Erfahrung in der Betreuung von Unternehmen, mehrsprachig (gerne Auslandserfahrung), ideenreich, dynamisch, gut vernetzt und überzeugend im Auftreten. Kenntnisse der Region und des speziellen niederrheinischen Charakters wären von Vorteil. So in etwa dürfte das Anforderungsprofil für Meerbuschs neuen Wirtschaftsförderer aussehen.

Seit gut 18 Jahre ist Klaus Malinka damit beschäftigt, Firmen in Meerbusch anzusiedeln, Gewerbegebiete zu entwickeln, örtliche Betriebe zu betreuen und für den Standort zu werben. Motto: "Mittendrin im größten paneuropäischen Wirtschaftsraum und dennoch mitten im Grünen". Der distinguierte Pfeifenraucher mit den vielfältigen Kontakten passte gut zu Meerbusch. Wenn er Ende des Jahres in Pension geht, tut sich eine große Lücke auf. Der oder die Neue soll daher seinen/ihren Job bei der Stadt bereits zum 1. Oktober antreten, um noch drei Monaten von Malinka eingearbeitet zu werden und von dessen Hintergrundwissen zu profitieren.

Entscheidung vor Sommerferien

"Wir wollen die Stelle Ende März ausschreiben und uns noch vor den Sommerferien entscheiden", sagte Bürgermeister Dieter Spindler im Hauptausschuss. So schnell muss es gehen, weil der/die Neue ja voraussichtlich eine vorherige Stelle kündigen muss, was in der Regel einer Frist von drei Monaten bedarf.

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Denkbar wäre, nach Malinkas Pensionierung die gesamte Wirtschaftsförderung neu aufzustellen, etwa als GmbH wie beim Rhein-Kreis Neuss.

Aus der SPD kam in diesem Zusammenhang der Wunsch, den Aufgabenbereich um eine zweite Stelle aufzustocken: "Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing gehören zusammen", so SPD-Ratsherr Georg Neuhausen, der Informationen darüber vermisste, wie sich die Wirtschaftsförderung denn um lokale Unternehmen kümmert.

Malinka wies darauf hin, dass er bereits im selben Haus wie Stadtmarketing-Beauftragte Inez Allerding arbeite und die Kooperation auch so bereits funktioniere. Beim Thema Bestandspflege konnte er auf zahlreiche Besuche in der heimischen Wirtschaft verweisen. Die Pflege "betriebsindividueller Kontakte", Hilfe bei Verwaltungsverfahren, Finanzierungsfragen und Vermittlung von Immobilien an örtliche Betriebe sei ein wichtiges Standbein seiner Arbeit. Malinka empfahl, die Wirtschaftsförderung nicht als GmbH auszugliedern, da ansonsten die Einflussnahme auf Abläufe in der Verwaltung schwierig würde.

Im Ausschuss zeichnete sich denn auch die Absicht ab, die Wirtschaftsförderung bei der Stadt zu belassen.

(RP)