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Meerbusch: Musikschule bietet jetzt Kurse im eigenen Tonstudio an

Meerbusch : Musikschule bietet jetzt Kurse im eigenen Tonstudio an

Mit dem Studio baut die Schule in Strümp ihre Fachbereiche "Popular" und "Bands" weiter aus

Im Kontrollraum laufen auf dem Monitor die Tonspuren der Instrumente aus dem Aufnahmeraum von nebenan. Und am Mischpult leuchten die Tasten und Regler, die die richtige Lautstärke oder den passenden Zeitpunkt für den Einsatz der Gitarre einstellen – das erste Tonstudio der Städtischen Musikschule in Strümp bietet zahlreiche Möglichkeiten, die eigenen Klänge aufzunehmen und zu bearbeiten. "Das Studio ergänzt unsere bisherigen Bemühungen, die Bereiche Popular und Bands auszubauen", sagt die Schulleiterin Anne Burbulla. Zusätzlich zum traditionellen Klassikunterricht bietet die öffentliche Einrichtung mittlerweile unter anderem Kurse in E-Bass und in den Sparten Musical-, Jazz-, und Pop-Gesang an.

"Nun können wir unser Programm noch vielfältiger gestalten", sagt Burbulla. So startet in Kürze das Kursangebot "Tonstudiopraxis": In Gruppen von fünf bis sechs Schülern können Interessierte die Arbeit eines Tontechnikers lernen (siehe Infobox). "Es geht ums ,analytische Hören'", erklärt Daniel Goldkuhle, Fachleiter der Popularmusik: "Dabei stellt sich immer die Frage: Was fehlt dem Song noch?".

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Der Verantwortliche im Studio ist Schlagzeuglehrer Dominik van Bebber, der sich auch um die Anschaffung kümmerte: "Uns war es vor allem wichtig, mobil zu sein." Daher entschied sich der Studioleiter für einen Laptop, auf dem die Aufnahmen bearbeiten werden. "Das ganze Equipment lässt sich ohne großen Aufwand zu öffentlichen Auftritten transportieren", sagt van Bebber.

Der Sponsor für das Studio war die Kulturstiftung der Sparkasse Neuss, die das Geld über den Förderverein der Musikschule an die Schule weiterleitete. "Die Kosten für das Studio betrugen um die 6 000 Euro," erklärt der Vorsitzende des Vereins Rolf Kaulmann. "Ohne die Stiftung hätten wir uns das nicht leisten können."

Richtig in Anspruch genommen wurde die Anlage bereits letztes Wochenende von der Schülerband "Blue Note Group": Die zehnköpfige Soul-Formation spielte ihren Song "Memories of Joy" ein. "Wir arbeiteten bis zu zwölf Stunden," erzählt van Bebber. "Doch das Resultat ist großartig," sagt Goldkuhle. Und genau das sporne die Musiker an: "Die Schüler können sich die eigenen Leistungen zeitversetzt anhören, überprüfen und stolz darauf sein."

(RP)