1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Serie Mein Verein: Musik und Malerei gemeinsam genießen

Serie Mein Verein : Musik und Malerei gemeinsam genießen

Der Meerbuscher Kulturkreis bietet seinen 330 Mitgliedern und Interessierten ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Kunst, Literatur: Schreibwettbewerbe, Konzerte, Führungen — am besten in einem außergewöhnlichen Ambiente

Vor Heribert Schween liegen Flyer ausgebreitet, Berichte über vergangene Ausflüge, Stichpunkte für kommende Veranstaltungen. Er selbst nennt sich "das Mädchen für alles". Seine offizielle Funktion im Verein Meerbuscher Kulturkreis ist stellvertretender Vorsitzender. Seine Aufgaben sind weitreichend: Redaktion für den Flyer den der Kulturverein halbjährlich herausgibt, Pflege der Homepage, Ausflüge organisieren.

1980 wurde der Grundstein für den Meerbuscher Kulturkreis gelegt. Ein Jahr später ist er dann offiziell als Verein eingetragen worden. Seitdem hat sich viel getan. "Anfangs war der Angebotsumfang ja noch viel geringer", so Schween. Heute hat der Verein 330 Mitglieder. Einen Mitgliedsbeitrag gibt es nicht, lediglich eine Empfehlung für die Höhe einer Spende. Die Mitgliederzahl zeigt Schween, dass der Bedarf da ist: "Die Leute möchten ja kulturelle Dinge unternehmen, wir bieten halt den Rahmen. Und ohne den würden es wahrscheinlich auch weniger machen", sagt Schween.

Das Programm des Kulturkreises ist vielseitig. Dieses Jahr verlieh der Kulturkreis den ersten Meerbuscher Literaturpreis in Lyrik und in Prosa. 2013 gab es auch schon eine Reise nach Usbekistan, bei solchen Anlässen würde man dann auch die verschiedenen Punkte kombinieren: "In Usbekistan haben wir unter anderem die Deutsche Schule besucht. Die Schüler dieser Schule werden an unserem Schreibwettbewerb teilnehmen, den wir jetzt zum dritten Mal organisieren."

  • Das Coronavirus fällt wie ein Meteorit
    Bildung in Meerbusch : Kunst-Projekt unterstützt die Mensa
  • Die Ermittlungen der Polizei dauern an.
    Polizei in Meerbusch : Mann mit mutmaßlicher Waffe löst Großeinsatz aus
  • Blick auf Düsseldorf.
    Shopping, Gastronomie, Sport : In Düsseldorf gilt Öffnungsstufe 1 – mit diesen Regeln

Die Kooperation mit anderen Kulturvereinen aus Meerbusch wird groß geschrieben. Man unterstütze sich und profitiere natürlich auch voneinander. "Wegen der Kooperationen haben wir auch den ehemaligen Güterbahnhof übernommen. Da können wir dann zum Beispiel auch anderen die Chance bieten, auszustellen", so Schween.

Er selbst ist über seine Kinder zum Meerbuscher Kulturkreis gekommen. Die waren nämlich in der Musikschule in Meerbusch: "Dort hat man mich quasi angeworben." Seit seiner Frühpensionierung im Jahr 2000 hat er mehr Zeit für seine Tätigkeit im Vorstand des Meerbuscher Kulturkreises. Dennoch spricht er von einem Doppelleben: "Auf der einen Seite habe ich eine Familie: meine Frau, Kinder, Enkelkinder mittlerweile. Auf der anderen Seite habe ich meine Ehrenämter, die mich jung und fit halten und mir auch viel Freude bereiten."

Er integriert auch seine Familie in den Meerbuscher Kulturkreis: Als ein Besuch in Ahrweiler anstand, ist er mit seiner Frau vorher hingefahren und hat den Regierungsbunker und ein Museum schon mal angeschaut und Führungen vereinbart. "Es ist mit einem enormen Aufwand verbunden. Es ist nie so, dass wir nur ein bisschen hin- und hertelefonieren, sondern fast alles vor Ort koordinieren", erklärt der 71-Jährige.

Schween sieht seine Aufgaben als Pflicht: "Die Kür kommt dann bei Auftritten zum Beispiel. Dann bin ich richtig stolz, auf das, was wir erreicht haben." Zum Beispiel bei den Konzerten in Aachen, die schon drei Mal stattgefunden haben: Er hat den Kontakt zum damaligen Oberbürgermeister hergestellt und sein Anliegen geschildert. Der Kulturkreis wollte ein Konzert im Krönungssaal in Aachen auf die Beine stellen – mit eigenen Musikern. "Stringendo, das Meerbuscher Kammerorchester, spielte dort. Meine Tochter hat als Geigerin ebenfalls mitgespielt. Das ist natürlich herausragend für alle Beteiligten. Für die Musiker, die dort spielen dürfen, für das Publikum, und für mich, weil wir das initiiert haben."

Mehr Informationen unter www.meerbuscher-kulturkreis.de

(RP)