1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: Münks: Pferdeweide soll Wohngebiet werden

Meerbusch : Münks: Pferdeweide soll Wohngebiet werden

Das Gästehaus Münks in Osterath wird seinen Pferdestall aufgeben und seine Weideflächen verkaufen. Ein Investor will dort ab 2016 ein Wohngebiet erschließen. Ein entsprechender Antrag wird heute im Ausschuss diskutiert

Auf dem rund 20 000 Quadratmeter großen Grundstück, das derzeit noch vom Gästehaus Münks in Osterath als Pferdeweide für den Reitstall genutzt wird, soll neuer Wohnraum entstehen. Das Ehepaar Münks wird die Freifläche an der Krefelder Straße Ecke Struckslindenweg an einen Investor aus Viersen verkaufen, der dort bis zu 30 Wohnhäuser samt Erschließungsstraße plant. Der Antrag zur Erschließung des Grundstücks wird heute Abend von den Politikern im Planungsausschuss - 17 Uhr im Lanker Bürgerhaus - diskutiert. Sollten Politik und Verwaltung grünes Licht geben, könnte der Investor bereits ab März 2016 mit den Bauarbeiten beginnen.

Das Ehepaar Münks möchte sich zukünftig ausschließlich auf ihren Hotel- und Restaurantbetrieb konzentrieren. "Aus Altersgrüngen werden wir unseren Reitstall aufgeben", sagt Gabriele Münks. Daher werde das Ehepaar die Freiflächen an der Krefelder Straße verkaufen, sobald die Bebauung genehmigt wurde.

Einen Investor gibt es bereits: Rüdiger Schmitz von der gleichnamigen Ingenieurgesellschaft möchte auf der Weidenfläche eingeschossige Wohnhäuser mit einer jeweiligen Grundstücksgröße von 400 bis 800 Quadratmetern bauen. "Dort sollen ausschließlich Einfamilienhäuser entstehen", sagt Rüdiger. "Gewerbliche Nutzung ist nicht vorgesehen." Vernetzt werden die neuen Häuser durch eine gepflasterte Erschließungsstraße, die von der Krefelder Straße durch das gesamte Wohngebiet in ein Rondell am westlichen Rand des Grundstücks mündet. Von dort aus soll zusätzlich ein Fußweg angelegt werden, der zur Comeniusstraße führt. "Wir setzen bei diesem Projekt auf eine innerörtliche Nahverdichtung", sagt Schmitz. "Die Häuser sind dadurch sehr zentral gelegen und passen sich optimal an die bereits vorhandene Infrastruktur an."

Wie das neue Wohngebiet optisch gestaltet wird, kann der Investor noch nicht sagen. Feststeht jedoch: alle Häuser sollen mindestens zwei Garagen- oder Stellplätze sowie eigene Gärten auf der Rückseite des jeweiligen Grundstücks haben. Der Rest bleibt zunächst Theorie. "Wenn die Politik zustimmt, können wir mit der Verwaltung genauere Planungsentwürfe abstimmen", sagt Schmitz. Auch Kosten und Zeitplan können erst dann errechnet werden. "Wenn alles nach Plan verläuft, könnten wir in ungefähr eineinhalb Jahren mit dem Bau beginnen" sagt der Investor.

Dafür bedarf es im ersten Schritt jedoch der Zustimmung des Planungsausschusses. "Vorher werden wir inhaltlich dazu noch keine Aussagen treffen", sagte Stadtplaner Ulrich Hüchtebrock gestern auf Anfrage.

(RP)