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Meerbusch: Morgen brisantes Lokalderby in Strümp

Meerbusch : Morgen brisantes Lokalderby in Strümp

Der SSV Strümp und der OSV Meerbusch befinden sich drei Spieltage vor Schluss noch mitten im Abstiegskampf. Morgen um 15 Uhr treffen die beiden Bezirksligisten aufeinander. Die Strümper gehen als Favorit in das Spiel

Viel mehr Brisanz kann in einem Derby kaum stecken. Am Sonntag ab 15 Uhr stehen sich der SSV Strümp und der OSV Meerbusch in der Fußball-Bezirksliga gegenüber - und beide Teams befinden sich drei Spieltage vor Schluss noch mitten im Abstiegskampf "Spannender könnte es wirklich nicht sein. Sowohl wir als auch die Osterather kämpfen ums sportliche Überleben – das macht das Spiel noch interessanter", sagt SSV-Coach Michael Hecker. Die bessere Ausgangslage hat seine Elf, die als Tabellenzehnter derzeit fünf Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz und zwei Zähler vor dem OSV liegt. "Mit einem Sieg wären wir voraussichtlich alle Sorgen los - und dafür werden wir am Sonntag 90 Minuten lang Vollgas geben", verspricht Hecker.

Doch die Gäste werden wiederum alles dafür tun, eine erneute Derby-Niederlage wie im Hinspiel (0:1) zu vermeiden. "Wir haben gegen Strümp noch einiges gutzumachen", sagt OSV-Trainer Herbert Höffges. Als Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt sieht er das Rückspiel aber nicht an: "Ein Sieg würde uns natürlich ordentlich Luft verschaffen. Wir haben danach aber noch zwei Partien gegen Fischeln und Büderich vor der Brust, in denen wir ebenfalls noch punkten können."

Dass beide Teams momentan über dem Strich stehen, war Ende des vergangenen Jahres ohnehin nicht abzusehen. Der OSV zierte mit sieben Punkten das Tabellenende, der SSV stand mit zwölf Zählern auch nicht viel besser da. Doch beide bekamen in der zweiten Saisonhälfte die Kurve.

Die Osterather sammelten in diesem Kalenderjahr insgesamt 19 Punkte und liegen damit in der Rückrundentabelle auf Platz sechs. Während sie in der Winterpause nachbesserten und unter anderem Jan Klös vom TuS St. Hubert verpflichtete, vertraute der SSV auf das vorhandene Personal. "Unser Verein hat kein Geld, um personell nachzurüsten", betont Hecker. Allerdings halte er ohnehin nicht viel davon.

"Entscheidend ist, die Einstellung auf dem Platz zu verbessern - und das ist uns in der Rückrunde hervorragend gelungen." Tatsächlich startete der SSV nach drei Auftakt-Niederlagen in Folge eine tolle Serie und holten aus den zurückliegenden acht Partien fünf Siege. Aus diesem Grund seien die Strümper laut OSV-Coach Höffges am Sonntag auch der Favorit. Mit dieser Rolle können die Hausherren durchaus leben.

"Wenn wir die Laufbereitschaft und den Kampfgeist an den Tag legen, den es im Abstiegskampf braucht, bin ich fest davon überzeugt, dass wir die drei Punkte einfahren werden", sagt Hecker. Offensiv baut er auf seine beiden Torjäger Frederic Klausner (15 Tore) und Dominik Blömer (14 Tore), die zusammengerechnet mehr Treffer erzielt haben als das gesamte OSV-Team (27).

Der Trumpf der Gäste ist wiederum die in der Rückrunde stark verbesserte Defensive. So könnte es am Ende auf ein Unentschieden hinauslaufen. Höffges: "Ich wäre mit einem Punkt zufrieden – und wenn der am Ende beiden Mannschaften hilft drinzubleiben, könnten sicher auch die Strümper gut damit leben."

(RP)