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Meerbusch: Mordversuch in Osterath

Meerbusch : Mordversuch in Osterath

Eine 39-jährige Frau ist am Montagabend mit lebensgefährlichen Stichverletzungen auf der Rudolf-Diesel-Straße gefunden worden. Den Einsatzkräften nannte sie den Namen des mutmaßlichen Täters. Er sitzt in U-Haft.

Eine 39-jährige Frau ist am Montagabend in Osterath nur knapp dem Tode entronnen. Sie wurde durch mehrere Stiche lebensgefährlich verletzt, brach gegen 18 Uhr auf der Rudolf-Diesel-Straße in der Nähe des "Kaiser's"-Parkplatzes stark blutend zusammen. Nach Angaben von Augenzeugen war die schwer verletzte Frau aus Richtung der Nikolaus-Otto-Straße in Richtung Parkplatz gewankt. Passanten informierten Notarzt und Polizei. Den Rettungskräften konnte die Frau noch den Namen des mutmaßlichen Täters nennen.

Dabei handelt es sich um einen 41-jährigen Mann, mit dem die 39-Jährige gemeinsam in einer Wohnung bei einer Meerbuscher Familie lebte — ganz in der Nähe des Ortes, wo die Frau gefunden wurde. "Die Tat hat sich nach unseren Erkenntnissen im Bereich der Wohnung ereignet, allerdings nicht innerhalb der Wohnung selbst", sagte Staatsanwältin Britta Zur.

"Die Frau hat viel Glück gehabt"

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufgenommen. "Die Frau hat sehr viel Glück gehabt", betonte Zur. In einer Notoperation retteten Ärzte ihr das Leben. Gestern Nachmittag konnte sie kurz durch einen Richter vernommen werden. "Nach Auskunft der Ärzte ist die Frau schwer verletzt, momentan jedoch stabil", hieß es von Seiten der Polizei. Lebensgefahr bestehe nicht mehr.

Bereits am Montagabend ermittelte die Polizei den mutmaßlichen Täter und nahm ihn vorläufig fest. Gestern Mittag wurde der 41-Jährige dem Haftrichter in Neuss vorgeführt; der erließ Haftbefehl. "Der Tatverdächtige macht keine Angaben zum Sachverhalt", erklärte die Staatsanwältin gestern Nachmittag. Die Hintergründe des versuchten Mordes seien deshalb noch unklar, denn auch das Opfer konnte nur kurz vernommen werden. Einen versuchten Ehrenmord schloss Zur aus. Die Mordkommission "Diesel" unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Volker Elsner hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Suche nach der Waffe

Eine der ersten Aufgaben der Polizei wird die Suche nach der verwendeten Waffe sein. Die war bis gestern Abend nicht gefunden. Ob es sich um ein Messer oder eine andere Stichwaffe handelt, dazu machte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage unserer Zeitung keine Angaben. Zeugen, die Hinweise zu der Tat machen können, werden gebeten, sich mit der Mordkommission unter Telefon 021313000 in Verbindung zu setzen.

(RP/ac)