Ausstellung: Mönter blickt auf 30 Jahre Galeriearbeit zurück

Ausstellung: Mönter blickt auf 30 Jahre Galeriearbeit zurück

Die Liste von mehr als 230 Künstlern, die in den vergangenen 30 Jahren im Kultur-Zentrum Mönter, Kirchplatz 1-5, in Osterath, ausgestellt haben, liest sich wie ein Querschnitt durch verschiedene Kreise des Kunstlebens.

Regional orientierte Werke sind dabei, nationale, aber auch solche mit internationaler Reputation, Kunst im klassischen Sinn sowie künstlerische Keramik. Am Freitag, 22. November, von 19 Uhr bis 21 Uhr, blickt Inhaber Konrad Mönter auf 30 Jahre Galeriearbeit zurück.

Der Hang zu Kunst und Bildung schlummerte immer schon in ihm. Dennoch entschloss sich Konrad Mönter zunächst für eine Stabilität versprechende Banklehre. Mehr als 30 Jahre verbrachte er im Bankgewerbe. Sich nebenher mit Kunst zu beschäftigen war für einen kritischen Katholiken wie ihn, der sich immer schon über den Zustand unserer Gesellschaft Gedanken gemacht hatte, naheliegend. Schon früh schaute er sich deshalb um, wo Kunst gezeigt und gehandelt wurde und begann selbst, Werke zu sammeln, die ihn beeindruckten.

1967 zog Konrad Mönter nach Osterath und erwarb dort rund 15 Jahre später eine ehemalige Dampfmühle neben der dortigen Kirche. Ein kleines Antiquariat in einem renovierten Teil eines der drei Gebäude einzurichten, kam dem langgehegten Traum Konrad Mönters nah. Im November 1983 öffnete Konrad Mönter seine Pforten, begleitet vom Wappentier der Eule, dem Symbol für Weisheit. Die Besucher von Konzerten und Lesungen saßen auf der sich von Stockwerk zu Stockwerk emporwindenden Treppenanlage.

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Bald schon war der Begriff der "Treppenhauskonzerte" geprägt, die jeweils eine intensive Atmosphäre versprachen. Als dann die neben dem bereits genutzten Gebäude liegenden weiteren Bauteile der ehemaligen Dampfmühle immer mehr verfielen, entschloss sich Konrad Mönter zur Erweiterung seines Hauses. 1988 begann die Nutzung dieses Erweiterungsbaus, damit verdoppelte sich nahezu die Aktionsfläche. Das Ausstellungsprogramm entwickelte sich fortan aus sich selbst heraus: Künstler, die bereits ausgestellt hatten, empfahlen Kollegen, renommierte Museumsleute oder Kunstprofessoren, die zu Eröffnungsreden eingeladen wurden, wiesen auf begabte junge Talente hin.

Zu einigen Künstlern ergab sich ein engerer Kontakt, so dass sie in den drei Jahrzehnten mehrfach Arbeiten aus neuen Phasen ihrer Werkentwicklung zeigen konnten. Einige von diesen hat Konrad Mönter auch durch Kataloge gefördert, die in Osterath herausgegeben wurden. Von vielen Ausstellenden erwarb er darüber hinaus zum Teil mehrere Arbeiten umfassende Werkreihen, aus denen im Laufe der Jahre eine stattliche Sammlung erwuchs, die für die aktuelle Schau Grundlage der Auswahl war.

Viele bildende Künstler sind Liebhaber guter Bücher und begrüßen daher die Nähe der Ausstellungsräume zur Buchhandlung und zum Antiquariat. Sie finden schlichte, gut belichtete Räume vor, die in ihrer Untergliederung die unabhängige Präsentation unterschiedlicher Werkgruppen erlaubt.

(RP)