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Meerbusch: Mobile Redaktion: Ärger um Leuchten

Meerbusch : Mobile Redaktion: Ärger um Leuchten

Auch die Anwohner an der Witzfeldstraße werden das Leuchtenmodell "Hardline-Mastaufsatzleuchte" der Firma Rademacher aus Lank-Latum bekommen. Das teilte der Technische Beigeordnete Dr. Just Gérard am Donnerstag mit.

"Kugelleuchten, wie sie immer wieder im Stadtbild auftauchen, sollen vorerst bleiben. Sie stammen aus den 80er und 90er Jahren und sind als Einzel- oder Dreierkombination an Meerbuschs Straßen zu finden.

Ebenfalls vom lokalen Anbieter sind die Lampen im Neubaugebiet Stümper Busch: Modell "Canto" mit Meerbusch-blau gestrichener Kappe. Von der Holbeinstraße bis zum Deutschen Eck steht das Leuchtenmodell "Philips Koffer" auf blauen Masten. Im Rahmen des Konjunkturpakets II ist die Kastenlampe durch die "Trilux Lumega" ausgetauscht worden.

Wer zahlt, will mitreden

Bei Meerbuschs Bürgern, die für 70 Prozent der Sanierungskosten zur Kasse gebeten werden, kommt die neue Beleuchtung nicht gut an. "Wer zahlt, will auch mitreden", so das Credo der Bewohner von Hindenburg- und Witzfeldstraße. 54 Anwohner in Büderich-Süd haben bereits ihren Protest per Unterschrift ausgedrückt.

Auch in anderen Städten wird das Thema Lampen diskutiert. Dort wollen Bürger mitreden, mit dem Argument, dass sie zahlen müssen (in Krefeld 60 Prozent der Kosten). In Kaarst startete RWE ein Pilotprojekt, in dessen Rahmen die Bürger 90 stromsparende Laternen bewerten sollen. Kriterien sind die Lichtverteilung und das Design. Bis Ende März 2012 läuft das Projekt. Bisherige Tendenz: Bürger wollen einen Kompromiss aus Energieeffizienz und Wohlbefinden. Das Design spiele eine untergeordnete Rolle.

Gefragt sind bei vielen Bürgern LED-Leuchten. In Solingen hat die Stadt eine Test-Strecke mit solchen Leuchten bestückt.

In Meerbusch ist die Ausstattung mit LED kein Thema. Der Gutachter Dr.-Ing. Henry Rönitzsch hat zu energie-effizienten Natriumdampf-Hochdrucklampen geraten. Die Stadt wird bis Ende 2012 gut 2,4 Millionen Euro in die Beleuchtungs-Modernisierung stecken. Davon kommen 135 000 Euro Mittel aus dem Konjunkturpakets II. Wer rund ums Licht, Leuchten und Laternen in Meerbusch Lob, Kritik oder Anregungen hat, kann am Montag, 29. August, in der Zeit von 12 bis 13 Uhr an der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post mit RP-Redakteuren (Jan Popp-Sewing und Heike Schoog) sowie dem Technischen Beigeordneten Dr. Just Gérard und seinen Mitarbeitern diskutieren.

Standort der Mobilen Redaktion ist der Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich.

(RP/rl)