Meerbusch: MIT schreibt Amprion-Aufsichtsrat an

Meerbusch: MIT schreibt Amprion-Aufsichtsrat an

Die Meerbuscher CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) hat sich gestern im Rahmen der Konverter-Diskussion in einem Offenen Brief an Hartmut Schauerte gewandt.

Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete ist Landesvorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung und Aufsichtsratmitglied des Netzbetreibers Amprion. Dieser plant die umstrittene Osterather Konverterstation. "Die von Amprion im Rat vorgetragenen Argumente für den Standort in Meerbusch lassen sämtliche weichen Standort-Faktoren vermissen", moniert Meerbuschs MIT-Chef Daniel Meffert, gleichzeitig auch CDU-Ratsmitglied.

Meffert kritisiert Amprions Kommunikationspolitik scharf. Amprion mache nur dann komplette Angaben, wenn konkret danach gefragt werde: "Alles in allem machte Amprion einen nicht vertrauenserweckenden Eindruck auf die Meerbuscher Bürger, die Verwaltung und uns Mitglieder des Stadtrats", so Meffert in dem Schreiben weiter.

Die CDU-Mittelstandsvereinigung stehe für Unternehmertum mit Augenmaß und Verantwortung für das Umfeld. Man motiviere die Mitglieder, ihre unternehmerischen Möglichkeiten in die Stadt mit einzubringen, sich für Dritte einzusetzen, etwas Gutes zu tun und über den Tellerrand des eigenen Unternehmens verantwortungsvoll hinauszublicken. Die Ansiedlung eines Konverters am Standort Osterath verletze die Grundregeln, für die die MIT steht.

Meffert: "Dieser Standort ist in keiner Weise hinnehmbar, weil er mit der Umwelt, wirtschaftlich wie menschlich nicht mit Augenmaß vertreten werden kann". Meffert fordert Schauerte auf, die Pläne der Firma Amprion auf dem Gelände in Osterath "mit sofortiger Wirkung zu beenden und einen alternativen Standort zu suchen". Der Rat hatte zuvor eine Resolution gegen den Standort Osterath verabschiedet.

(RP/rl/ila)