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Mit dem Rad von Meerbusch nach Krefeld

Serie Radtouren (3) : Bauhaus-Spuren in Krefeld entdecken

Die dritte Radtour der Rheinischen Post führt von Meerbusch aus nach Norden. Start ist am Schmitterhof in Strümp.

Von Meerbusch aus kann man in jeder Himmelsrichtung schöne Ziele für eine Radtour finden. In der Nachbarschaft in Krefeld etwa wird in diesem Jahr „100 Jahre Bauhaus“ gefeiert.

 Der temporäre Pavillon des Künstlers Thomas Schütte.
Der temporäre Pavillon des Künstlers Thomas Schütte. Foto: Angelika Kirchholtes

Die Samt- und Seidenstadt war in den 1920er- und 30er-Jahren die Bauhaus-Hochburg im heutigen Nordrhein-Westfalen. Hier entwarf Ludwig Mies van der Rohe zwei Industriellen-Villen für die Seidenfabrikanten Josef Esters und Hermann Lange. Im benachbarten Kaiserpark hat Thomas Schütte einen temporären Pavillon errichtet, der als begehbare Skulptur diverse Bauhaus-Dokumente zeigt.

Mit dem Rad von Meerbusch nach Krefeld
Foto: GRAFIK: ALICIA PODTSCHASKE, MAPS4NEWS

Die Fahrradtour startet in Strümp, und zwar auf dem Platz Am Schmitterhof. Vorbei an Ossum und dem Krefelder Golfclub erreichen Radfahrer nach acht Kilometern Burg Linn. Dort ist der erste Stopp während dieser Tour, um das Ensemble aus dem Mittelalter genau zu betrachten und die schöne Grünanlage zu genießen. Die malerische Altstadt und das Textilmuseum sind ebenfalls einen Besuch wert.

Über die Eisenbahnschienen und unter der A 57 hindurch erreicht man einen Grünzug, den Crönpark, der zum Schönwasserpark führt. Radfahrer halten sich jedoch an der Bundesstraße rechts, kreuzen die Berliner Straße und erreichen dann das Zoogelände. Zebras, Kängurus und Gnus sind durch das Gebüsch zu erahnen, denn man fährt parallel zum Tiergarten. Die Uerdinger Straße wird überquert, dann kommt man zum Schönhausenpark. Am Ende muss man links die Germaniastraße nehmen, rechts die Kaiserstraße, wieder links den Heydweillenweg und dann nach rechts in die Jentgesallee und wieder rechts in die Wilhelmhofallee einbiegen. Nach wenigen Metern ist das Ziel erreicht.

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Rechts liegen die Häuser Esters und Lange, in denen man derzeit die sehenswerte Ausstellung „Anders wohnen“ zum Thema Bauhaus besuchen kann. Zu empfehlen ist auch ein Gang durch die Gärten und ein Besuch im Café im Gartenhaus. Vor den Gebäuden ist moderne Kunst platziert, etwa eine überdimensionale Zahnbürste und ein vom Winde verwehter Spielplatz.

Wenige Meter die Straße hinunter befindet sich der Kaiserpark, in dem der Künstler Thomas Schütte seinen temporären Pavillon aufgebaut hat.

Ein empfehlenswerter Abstecher führt von dort zum Biergarten im Krefelder Stadtwald: einfach gegenüber des Schütte-Pavillons die Kaiserstraße nehmen und nach wenigen Metern ist man im Stadtwald mit dem Stadtwaldweiher und der historischen Gaststätte.

Vom Schütte-Pavillon aus beginnt dann der Rückweg. Man folgt der Wilhelmhofallee, bis man rechts in die Buschstraße einbiegen kann. Wieder rechts geht es in einen Grünzug entlang einer Kleingartenanlage. Radfahrer kreuzen die Friedrich-Ebert-Straße und kommen wieder zum Schönhausenpark. Erneut geht es am Zoo vorbei, und die Route folgt der Buddestraße bis nach Oppum, wo sie in die Hauptstraße übergeht.

Die Untergath wird gequert, dann geht es weiter geradeaus, bis man am Ende von Oppum einen Abzweig nach Bösinghoven erblicken kann. Diesem Weg kann man durch die Felder folgen, dann erreicht man die Straße Im Rott, ein ganz idyllischer Winkel von Meerbusch.

Über die Fischelner Straße (rechts) und den Dreispitzweg (geradeaus) gelangt der Radfahrer zum Heringsfeldweg. Hier rechts und gleich danach links in die Straße Am Weilerhof, in der sich der schöne gleichnamige Hof befindet. Der Weilerhof wurde schon im Jahr 943 urkundlich erwähnt und war ab 1421 Lehen des Grafen von Moers. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1776. Von hier aus ist man schnell wieder am Ausgangspunkt der Tour, wenn man rechts über die Schlossstraße Richtung Strümp radelt.

Die Streckenlänge der dritten Radtour nach Krefeld beträgt 25 Kilometer.