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Mit dem Klassiker „Swinging Christmas“ in der Mauritius-Kirche in Meerbusch-Büderich ließ sich das Publikum auf Weihnachten einstimmen.

Mitsing-Konzert : Einmal werden wir noch wach

Mit dem Klassiker „Swinging Christmas“ in der Büdericher Mauritius-Kirche ließ sich das Publikum auf Weihnachten einstimmen. Die Begeisterung war groß.

Traditionelle und moderne Weihnachtsmelodien aus der ganzen Welt – auch die 15. Auflage des Mits(w)ing-Konzerts „Swinging Christmas“ ist zu einem großen Erfolg geworden. Alle Plätze in der St. Mauritius-Kirche Büderich sind besetzt, Jung und Alt singen und klatschen mit, bewegen sich im Takt, applaudieren, nehmen ihre Kinder auf den Arm und tanzen oder drücken durch Zurufe Begeisterung aus. Egal ob „Winter Wonderland“, „Jingle Bells“ oder „Noel 70“ in den jeweiligen Originalsprachen – das Publikum wird mitgerissen. Das ist der Verdienst der rund 90 Chor-Sängerinnen und -Sänger und der Big Band.

„Die wöchentlichen Proben laufen seit September“, erklärt Chorleiter Johannes Maria Strauss. Er dirigiert während des Konzerts nicht nur seine Sängerinnen und Sänger, er wendet sich voller Euphorie auch dem Publikum zu und nimmt es mit in die Konzertabfolge dieses vorweihnachtlichen Klassikers. Durchs umfangreiche Programm – eine Reise durch Weihnachtserinnerungen unterschiedlicher Kulturen und Musikstile – führte gewohnt routiniert Bandleader Martin Klingen: „Die aus 19 Musikern bestehende Big Band kommt mit weniger Proben aus – die Besetzung ist seit Jahren fast unverändert und die Musiker verstehen sich nahezu blind.“ Trotzdem gab es einige neue Kompositionen und auch Uraufführungen zu hören. An diesem Punkt musste Martin Klingen zugeben, dass auch „Swinging Christmas“ musikalisch nicht an Helene Fischer vorbeikommt: „Wir haben das Cross-Over aus ‚We wish you a merry Christmas‘ als Uraufführung für Swinging Christmas 2019 aufgenommen.“ Ebenfalls erstmalig zu hören war die Chachacha-Version von „Zu Bethlehem geboren“ – sie wurde mit Bravo-Rufen und viel Applaus bedacht. Peter Alexander und „Wunderschöne Weihnachtszeit“ oder das von Johannes Maria Strauss bearbeitete französische Chanson „Noel c‘est l’amour“ gab es in der St. Mauritius-Kirche ebenso live zu hören, ebenso wie die neue deutsche Übertragung der englischen Textfassung „O heilge Nacht“ oder „Sind die Lichter angezündet“.

Mit der Neuinszenierung dieses in der DDR 1950 geschriebenen Lieds gedachten Chor und Musiker dem Mauerfall vor 30 Jahren. „Es ist eine Hommage an die mutigen DDR-Bürger“, sagt Martin Klingen. Pfarrer Michael Berning fasst das diesjährige „Swinging Christmas“-Konzert so zusammen: „Die Musik hat es geschafft, Christus den Menschen nahe zu bringen.“ Demonstriert wurde diese Nähe mit den Standing Ovations beim „O du fröhliche“, „Santa Claus is comin‘ to town“ oder „Feliz navidad“.

Die Chor- und Big-Band-Mitglieder haben das zahlreich erschienene Publikum mit einem schwung- und stimmungsvollen Konzerterlebnis in gute Weihnachtsstimmung versetzt: „Morgen, Kinder, wird’s was geben – einmal werden wir noch wach …“.