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Mit dem Fahrrad zu den Meerbuscher Brunnen

Fahrradtour zu Ostern : Von Brunnen zu Brunnen mit dem Rad

Bei Sonnenschein kann man Meerbusch gut mit dem Fahrrad erkunden. Objekte im öffentlichen Raum laden zum Entdecken ein. Die Ostertour startet in Büderich und führt über Lank, Latum und Osterath.

Die Sonne scheint. Genau das richtige Wetter, um eine Fahrradtour durch Meerbusch zu machen. Beispielsweise die Tour „Von Brunnen zu Brunnen“, die auf 27 Kilometern auf schönen Wegen von Büderich nach Lank, weiter über Ossum nach Osterath führt.

Die App „Komoot“ beschreibt die Strecke als „Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.“

Der Brunnen am Dr.-Franz-Schütz-Platz stellt drei spielende Kinder dar. Foto: RP/Anke Kronemeyer

Also können auch Familien diesen Weg gut bewältigen. Doch bevor es auf dem  Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich losgeht, können wir uns gerne noch ein Eis bei Palatini leisten. Das gibt Kraft und macht Laune. Und eigentlich brauchen wir auch noch nicht aufs Rad zu steigen, denn der erste Brunnen steht direkt nebenan: der Kinderspielbrunnen. Vor der St. Mauritiusschule plätschert es. Drei Kinder aus Metall stehen auf einer kleinen Brücke und sehen ins Wasser. Vom Geländer, auf dem ein Vogel sitzt, spritzt das kühle Nass in einen kleinen Bachlauf. Herrlich. Nun geht es los.

Der Matare-Brunnen in Büderich Foto: RP/Anke Kronemeyer

Wir fahren die Dorfstraße hinunter bis zum Landsknecht. Hier können wir schon wieder eine Pause machen, denn mitten auf dem Platz steht der Mataré-Brunnen. Professor Ewald Mataré (1887 - 1965), der viele Jahre in Büderich lebte und arbeitete, gehört zu den bedeutenden deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Der Brunnen am Landsknecht wurde 1987 zum 100. Geburtstag Matarés nach einem bis dato unveröffentlichten Entwurf aus den 30-er Jahren errichtet. Das Brunnenbecken aus hellem Vulkanbeton mit vier Wasserspeiern und einem Kalebassenbündel in der Mitte besticht durch seine schlichte Schönheit und lädt zum beschaulichen Verweilen auf einer der Ruhebänke ein. Aber zu lange wollen wir natürlich nicht verweilen, denn wir haben noch einige Kilometer vor uns.

Wir fahren links durch das Apelter Feld auf den Rheindeich Richtung Norden. Wir genießen die Sicht auf den breiten Strom, bis wir bei dem Knotenpunktschild 5 Richtung Lank abbiegen. Wir passieren Knotenpunkt 4 und kommen auf die Pappelallee, die wir aber schon kurz darauf rechts Richtung Lanker Markt verlassen. Hier können wir uns erneut ein Eis gönnen und den Brunnen auf dem Alten Markt mit der Marktszene betrachten. Im Rahmen der Ortskernumgestaltung wurde 1989 der Brunnen mit den drei Bronzefiguren „Drickes, Stina und Trina“ aufgestellt. Er wurde vom Künstler Michael Franke gestaltet und durch einen Spruch des Mundartdichters Karl Schmalbach bereichert.

Aber nicht nur Lank, sondern auch Latum hat einen Brunnen zu bieten. Wir radeln die Hauptstraße hinunter und überqueren die Uerdinger Straße zur Bismarckstraße. Wo diese auf die Mittelstraße trifft, steht der Latumer Dorfbrunnen. Er wurde von Künstler Christoph Wilmsen-Wiegmann gestaltet. Auf einem Granitblock, der an ein Mühlrad erinnert, befinden sich die Motive: ein Gutshof, römische Relikte und bäuerliche Kleidung. In der Mitte sprudelt dezent das Wasser heraus. Wir folgen der Mittelstraße bis zum Waldweg, in den wir rechts einbiegen. Wir folgen der Wegstrecke, bis wir rechts den Kapittelsbuschweg nehmen. Wir fahren durch den Herrenbusch und kommen nach Ossum. Dann weiter Richtung Schlossstraße. Kurz danach biegen wir rechts zum Weilerhof ab, den wir links zum Meyerweg verlassen. Links in den Hoterheideweg, der direkt nach Osterath führt.

Im Zentrum vor St. Nikolaus finden wir unseren letzten Brunnen. Auf der Südostseite des Kirchplatzes steht der Nikolaus-Brunnen des Osterather Künstlers Wilhem Hable (1923-2009): St. Nikolaus segnet die Kinder. Tipp: In Osterath gibt es zwei Eisdielen. Danach geht es wieder Richtung Büderich. Quer durch Bovert gelangen wir zur Broicherseite. Dort links in den Meerbusch, den wir über den Röttgenweg wieder verlassen. Über den Dülsweg und die Hermann-Unger-Allee kommen wir zurück zum Ausgangspunkt.