Auszeichnug für Ehrenamtler Ministerium würdigt ehrenamtliche Integrationsarbeit

Meerbusch · Die Flüchtlingshilfe Meerbusch-Büderich ist seit 2015 aktiv und hat sich stetig weiterentwickelt. Dabei wurde sich nach den Bedürfnissen der Flüchtlinge gerichtet.

(RP) Das Landesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration fördert seit 2016 mit seinem Programm Komm-an NRW die ehrenamtliche Integrationsarbeit in den Kommunen und unterstützt mit Fördermitteln Ehrenamtliche in lokalen Initiativen und Vereinen, die sich für ein erfolgreiches Einleben von Geflüchteten und anderen neu zugezogenen Menschen einsetzen.

Für eine Dokumentation zum fünfjährigen Bestehen des Förderprogramms wurden jetzt besonders herausragende Projekte ausgewählt und vorgestellt, um die vielfältigen Ansätze der Integrationsarbeit und den Einsatz der ehrenamtlich Tätigen aufzuzeigen. Mit dabei ist auch die Flüchtlingshilfe Meerbusch-Büderich, die sich 2015 formiert und zunächst Deutsch in der örtlichen Geflüchtetenunterkunft unterrichtet hat.

Elke Slawski-Haun, Projektmitbegründerin, und weitere Ehrenamtler wie Heike Bühring und Franz-Peter Meschede berichten, dass sie ohne großes Konzept aktiv geworden sind. Ihre Initiative entwickelte sich, orientiert an den Bedürfnissen der Geflüchteten, weiter. Neben der Sprachvermittlung wurden auch die Wohnungssuche, Behördengänge und die Integration in den Arbeitsmarkt durch Paten begleitet. Viele haben so einen Job oder eine Ausbildung gefunden und familiäre Wurzeln im Rhein-Kreis Neuss geschlagen. Aus früheren Patenschaften sind Freundschaften auf Augenhöhe zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen entstanden.

Seit 2016 wird die Büdericher Flüchtlingshilfe unter anderem mit Komm-an-Mitteln über das Kommunale Integrationszentrum unterstützt. Ein begleitendes Coaching ermöglicht den Helferinnen und Helfern die Reflexion ihrer Arbeit und stärkt die eigenen Fähigkeiten. Bei regelmäßigen Treffen lernen die Ehrenamtlichen auch den Umgang mit belastenden Situationen, die bei der Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten auftreten können.

„Das Ehrenamt im Rhein-Kreis Neuss ist Gold wert. Wir können sehr stolz auf das in der Integrationsarbeit geleistete bürgerschaftliche Engagement der Vereine und Initiativen bei uns sein“, betont Kreisdirektor Dirk Brügge. Am Beispiel der Flüchtlingshilfe in Büderich zeige sich einmal mehr, wie unbezahlbar der enorme Einsatz der ehrenamtlich Tätigen sei. „Sie ergänzen die eigenen Integrationsbemühungen der Geflüchteten gut und fördern somit ein gelungenes gesamtgesellschaftliches Zusammenleben.“

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