Meerbusch: Meerbuschs Trinkwasser weiter mit Keimen belastet

Meerbusch : Meerbuschs Trinkwasser weiter mit Keimen belastet

Die Wirtschaftsbetriebe Meerbusch müssen die Schutzchlorierung fortsetzen

Die Wirtschaftsbetriebe Meerbusch (WBM) haben bei einer erneuten Probenentnahme abermals eine leicht erhöhte Anzahl an Keimen im Meerbuscher Trinkwasser festgestellt und werden deshalb das Wasser weiter mit Chlorlauge versetzen. Das teilten die WBM gestern mit.

Vor anderthalb Monaten war das Trinkwasser bei Reparaturarbeiten mit Keimen verunreinigt worden. Bei Proben wurden einige Coliforme-Keime entdeckt - Bakterien der Gattung citrobacter freundii und enterobacter - beide gelten im Regelfall als nicht krankheitserregend.

Bereits nach zwei Wochen waren laut WBM keine Keime mehr im Wasser. "Nach intensiven Reinigungsarbeiten und dem Austausch von Bauteilen ließen sich im Wasserwerk bereits seit dem 5. Oktober keine Keimbelastungen mehr feststellen", berichtete WBM-Sprecherin Andrea Steffen gestern.

Sicherheitshalber sei die Schutzchlorierung jedoch weiter erfolgt. Ende vergangener Woche stellten die Wirtschaftsbetriebe in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss die Schutzchlorierung im Wasserwerk Lank ein. "Die täglichen Beprobungen wurden sicherheitshalber fortgeführt", sagte Steffen. "Entgegen unserer Einschätzung wurden bei erneuten Probenentnahmen abermals eine leicht erhöhte Anzahl an Keimen festgestellt." In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurde eine erneute Schutzchlorung von 0,2 Milligramm Chlor pro Liter Wasser unverzüglich wieder aufgenommen.

"Mit dem Austausch diverser Bauteile und einer intensiven Reinigung waren wir der Überzeugung, die Ursachen für die Keimbildung gefunden zu haben", sagte Steffen. "Nun müssen wir feststellen, dass dies bedauerlicherweise nicht der Fall ist." Die Ursachenforschung dauert an.

Die Stadtteile Lank, Nierst, Ilverich, Strümp, Ossum-Bösinghoven und ein kleiner Teil im Norden Büderichs wird nun auch weiterhin mit gechlortem Trinkwasser versorgt. Das Wasser ist laut WBM trotz eines möglicherweise feststellbaren Chlorgeruchs jederzeit gesundheitlich unbedenklich und könne uneingeschränkt genutzt werden.

(mrö)
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