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Meerbuscher Tennisspieler dürfen wieder auf Wettkampf-Niveau spielen

Sport in Meerbusch : Grünes Licht für Tennis-Saison ohne Absteiger

Die Medenspiel-Saison im Sommer findet ab 9. Juni statt – das hat der Tennisverband Niederrhein (TVN) jetzt bekanntgegeben. Die Meerbuscher Vereinsvertreter begrüßen die Entscheidung, jedoch gibt es noch einige ungeklärte Fragen.

Der Tennisverband Niederrhein (TVN) hat jetzt grünes Licht für die Sommer-Runde gegeben – trotz Corona. In der „Übergangssaison 2020“ – wie der Verband sie nennt – wird es keine Absteiger geben. Das Aufstiegsrecht bleibt aber bestehen. Geplant sind sechs Einzel und drei Doppel.

Die bereits eingeteilten Gruppen und Ligen bleiben gültig. Vereine dürften Teams, die in diesem Jahr nicht an den Medenspielen teilnehmen wollen, ohne Sanktionen vom Spielbetrieb abmelden. Wegen der Corona-Krise waren die Medenspiele bereits vor einigen Wochen verschoben worden. Gespielt wird nun vom 9. Juni bis zum Start der Sommerferien sowie zwischen Mitte August und Ende September.

„Ich bin heilfroh, dass die Medenspiele in diesem Jahr stattfinden“, sagt Amelie Bergstein, Sportwartin des TuS TD 07 Lank. „Ein Jahr ohne Matches auf Wettkampniveau hätte ich sehr schade gefunden.“ Doch nicht alle Mitglieder sehen das so. „Es gibt ein paar, die ängstlich sind und deshalb im Sommer aussetzen wollen. Auch das muss man respektieren“, betont Bergstein. Mit der gleichen Sorge wurde David Pluhm, Abteilungsleiter bei GWR Büderich, konfrontiert. „Die meisten freuen sich, dass die Medensaison ausgetragen wird, doch gerade Ältere überlegen, ihre Mannschaften abzumelden“, sagt Pluhm. Aus Angst vor einer Ansteckung, aber auch, weil der gesellige Teil der Sommerrunde wegfallen würde. „Das Essen nach dem Spiel, der gemeinsame Plausch bei einem Glas Bier – all das wird nicht gehen. Damit bricht für viele ein wichtiger Grund zur Teilnahme weg“, erzählt Pluhm.

Luis Elias, Trainer des TV Osterath, macht noch eine andere Komponente der Übergangssaison zu schaffen: Er ist Trainer der Herren-Mannschaft, die in der Niederrheinliga normalerweise vor 50 bis 100 Zuschauern spielt. In dieser Saison sind jedoch Besucher nicht gestattet. „Da fragt man sich schon, ob es den Aufwand wert ist, unsere Spieler aus Holland zu holen.“ Elias glaubt, dass der sportliche Wert der Saison nicht so hoch sein wird wie sonst. „Viele Vereine werden nicht in ihrer normalen Besetzung spielen. Trotzdem sind wir froh, dass wir uns überhaupt auf Wettkampfebene messen dürfen.“

Sportwart Thomas Ante vom TC Bovert sieht das größte Problem der Übergangssaison in einer möglichen Wettbewerbsverzerrung. „Vielleicht sagt eine Mannschaft ein Spiel ab oder tritt nur zu viert statt zu sechst an – aber unter den aktuellen Umständen müssen wir damit leben.“ Er erhofft sich seitens des Verbands aber noch eine einheitliche Regelung der Doppel. „Vor dem Start muss klar sein, wie das gehandhabt wird“, sagt Ante.

Ähnlich sieht es Marion Martin vom TC Strümp: „Der überwiegende Teil unserer Mitglieder freut sich riesig, dass es in einem Monat losgehen wird. Jedoch fehlen mir noch einige Eckdaten, wie man die Spiele praktikabel durchführen kann. Da würde ich mir in den kommenden Tagen und Wochen noch mehr Klarheit vom Verband wünschen.“