Meerbuscher Tennisresort eröffnet mit Nachwuchs-Training

Sportpark wird zum Tennisresort : Neuer Aufschlag im Tennisresort

Marc Raffel und Stephan Frings sind die neuen Pächter im alten Sportpark Eisenbrand. Sie bauen ihn zurzeit zu einem Tennisresort um und veranstalten am Wochenende die erste große Tennisveranstaltung für junge Spieler.

Mit Anke Huber, der früheren Weltranglisten-Vierten, schlägt schon mal gleich zu Beginn ein Tennis-Promi am Eisenbrand auf. Ihr sollen weitere folgen – so stellen es sich zumindest Marc Raffel und Stephan Frings als die neuen Betreiber des früheren Sportparks vor. Die beiden sind in Meerbusch bereits bekannt, veranstalten sie doch seit 2013 erst im Sportpark, dann gegenüber bei GWR Büderich, das ATP-Tennisturnier. Im September unterschrieben sie den Pachtvertrag für den Sportpark, der im Jahr zuvor von Investor Peter Soliman gekauft worden war.

Zum Tennisresort gehören zwei Hallen mit jeweils drei Plätzen, in dieser wird auf Hartplätzen gespielt. Foto: RP/Anke Kronemeyer

Raffel und Frings haben klare Vorstellungen von dem neuen Sport- und Tennisresort – und sind nach eigenen Angaben bereits auf einem guten Weg dorthin. „Wir haben schon jetzt 15 Prozent mehr Buchungen als im Vergleich zum Vorjahr.“ Das resultiert aus mehreren Aspekten. Zum einen unterrichten zahlreiche Trainer ihre Kunden auf den Plätzen – unter anderem Sascha Hesse, Marius Meiszies und Marko Seidensticker. Der TC Bovert nutzt die Plätze am Eisenbrand ebenso wie eine Kinder-Tennisschule. Außerdem sind die Freizeitspieler, die schon länger am Eisenbrand gespielt haben, der Anlage nach dem Pächterwechsel treu geblieben. Dann hat Marc Raffel über den Stadt-Sport-Verband allen anderen Vereinen ebenfalls Platz angeboten. „Es hat ja nicht jeder Meerbuscher Sportverein eine Halle.“

Am Eisenbrand gibt es neben den sieben Außenplätzen zwei große Hallen. In der einen wird auf drei Plätzen auf Teppich gespielt, die andere hält drei Hartplätze vor. Einen davon hatte Marc Raffel vor sechs Jahren selbst bauen lassen, als er für seine eigene Tennisschule einen Platz gesucht hatte. Ein anderer war bislang für Badminton genutzt worden, wurde jetzt zum Tennisplatz umgebaut.

Um die beiden Hallen herum wird zurzeit kräftig gewerkelt, denn spätestens Freitagmittag werden die ersten Besucher erwartet. Bereits fertig sind Rezeption und kleine Sitzecke, die komplett neu möbliert wurden. „Wir haben fast alles, was wir an Mobiliar brauchten, in Meerbusch eingekauft“, so Raffel. Es gibt auch ein gastronomisches Angebot im Tennisresort mit kleinem Restaurant und Sportsbar. Die betreibt René Fats, früher Inhaber des Krefelder Restaurants „Kaktus“, und freut sich schon auf die nagelneue Küche, die bald installiert werden soll. Er will eine kleine Karte anbieten – auch am Wochenende, wenn das erste große Training mit Nachwuchssportlern stattfindet. Im ersten Stock der Anlage befindet sich ein eigener Raum mit Blick ins Grün und auf die Außenplätze, den will Raffel im nächsten Jahr zu einem Salon umbauen lassen. Von allem unberührt ist das Fitness-Studio, das Dimitri Saflanis dort seit anderthalb Jahren in eigener Regie betreibt. Es läuft weiter wie bisher, hat mehr als 100 Mitglieder und will ebenfalls noch expandieren.

Das ATP Turnier, das Raffel und Frings veranstalten, findet weiter auf der Anlage von GWR statt. Raffel: „Wir brauchen beide Areale, wollen ja noch wachsen.“ Er kündigt für dieses Jahr noch eine Eröffnungsparty für alle Meerbuscher an. Geöffnet ist das Tennisresort aber schon am Wochenende, wenn ab Freitag gemeinsam mit Yonex, dem strategischen Partner der Pächter, ein Training für 24 Nachwuchsspieler aus ganz Europa stattfindet.

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