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Meerbuscher Spielplätze sollen attraktiver werden

Mitmachtag in Lank am 25. Mai : Neue Ideen für Meerbuscher Spielplätze

Der Spielplatz Eichendorffstraße ist überaltert und wird saniert. Am 25. Mai veranstaltet die Stadt dort gemeinsam mit einem Planungsbüro einen Mitmachtag für alle Bürger. Sie können ihre Wünsche äußern, mitplanen und sogar bauen.

Die Lage ist perfekt: Lauschig unter Bäumen und mitten in einem Wohngebiet können die Kinder auf dem Spielplatz an der Eichendorffstraße in Lank schaukeln, klettern und wippen. Aber die Geräte sind ordentlich in die Jahre gekommen. Manche Mutter, die heute mit ihrem Kind vorbeikommt, hat dort schon selbst als Kind gespielt. Der schöne Platz wirkt öde und trostlos. Doch schon bald soll er saniert werden.

 Schaukel und Spielhaus (hinten) sind für ältere Spielplätze typisch.
Schaukel und Spielhaus (hinten) sind für ältere Spielplätze typisch. Foto: Verena Bretz

Denn für die Macher des umfangreichen Meerbuscher „Spielplatzkonzept 2030“ hat der Spielplatz eine besondere Bedeutung. „In der Nachbarschaft wohnen viele Familien, deren Kinder keine Spielmöglichkeiten in privaten Gärten haben“, sagt Michael Betsch, Bereichsleiter Baubetriebshof und Grünflächen. „Zudem sind die Anwohner sehr engagiert und kümmern sich um den Platz. Unser Ziel ist es, diesen Spielplatz als Treffpunkt für Kinder und Erwachsene auszubauen.“ Der Spielplatz an der Eichendorffstraße wurde deshalb zum ersten von insgesamt vier „Leuchtturmprojekten“ erklärt. Die anderen sind in Büderich, Strümp und Osterath. Rund 130.000 Euro stehen für den Umbau in Lank zur Verfügung.

 Auch eine Wippe gibt es auf dem Spielplatz Eichendorffstraße.
Auch eine Wippe gibt es auf dem Spielplatz Eichendorffstraße. Foto: Verena Bretz
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Und weil die, die dort einmal spielen werden, am besten wissen, was sie sich wünschen, gibt es einen extra Mitmachtag. Am Samstag, 25. Mai, 11 Uhr, sind alle Anwohner eingeladen, ihre Wünsche und Anregungen vorzutragen, den Umbau zu planen und mitzugestalten. Dafür wurde eigens das Planungsbüro „Kukuk Freiflug“ aus Stuttgart engagiert, das europaweit einzigartige Spielplätze gestaltet. „Die kommen mit ihrem Sprinter, bringen Holz, Paletten, Planen und Akkuschrauber mit, und dann können alle mitbauen“, freut sich Landschaftsarchitektin Anna Hardenberg, die bei der Stadt Meerbusch für Neubau und Planung der Spielplätze zuständig ist. „Die Verantwortlichen haben angekündigt, dass nahezu alles möglich ist“, freut sie sich.

 Die zwei Wipptierchen haben ihre besten Jahre hinter sich.
Die zwei Wipptierchen haben ihre besten Jahre hinter sich. Foto: Verena Bretz

Das Ziel: weg von dem Spielplatz-Einerlei mit Rutsche, Sandkasten und Schaukel, hin zu einem kreativen Gesamtkonzept, das die Phantasie und die Sinne der Kinder spielerisch anregt. „Dafür wird es auch einige individuelle Spielgeräte geben, die nicht von der Stange kommen“, sagt Michael Betsch.

Auch den Spielplatz am Finkenweg in Büderich, der Anfang April freigegeben wurde, haben Kinder selbst mitgeplant. „Bei solchen Planungen geht es aber nicht um konkrete Geräte“, erklärt Hardenberg, „sondern um das, was die Kinder auf einem Spielplatz machen möchten, etwa balancieren, klettern oder sich verstecken.“ Spielplätze seien wichtig für Kinder, betont Michael Betsch. Gerade in Zeiten von Tablet, Smartphone und Konsole. „Die Kinder bewegen sich draußen und lernen, auch mal Risiken einzugehen.“ Nach dem Motto „Learning by Aua“, wie ein TÜV-Spielgeräte-Prüfer erst neulich gesagt habe.

Die Arbeiten auf dem Spielplatz Eichendorffstraße werden noch in diesem Jahr beginnen. „Daran werden sich auch unsere städtischen Azubis im Garten- und Landschaftsbau beteiligen“, kündigt Michael Betsch an. Aber auch auf den anderen mehr als 60 Spiel- und Bolzplätzen in der Stadt tut sich was: „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Anna Hardenberg. Einige Spielplätze, etwa an der Paul-Klee-Straße in Osterath und an der Josef-Kohtes-Straße in Strümp, wurden schon abgebaut, weil sie nicht mehr genutzt wurden. Auch der Am Schwanenhof in Lank-Latum kommt weg. Andere wiederum werden neu bepflanzt oder bekommen Bänke. Auf dem Bolzplatz Kullenberg in Nierst wurde ein Federballnetz aufgestellt – das hatten sich die Anwohner gewünscht.