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Meerbuscher radeln mit Freunden aus Kerken

Radelnde Städtefreundschaft : Radtour zu verborgenen Ecken

Zum fünften Mal fand eine Radtour von Meerbuscher und ihren Radfreunden aus Kerken statt.

Meerbusch kennenlernen, und das auf lauschigen Wegen abseits von Straßen: Genau das wollten die Radfahrer, die sich am Samstag am Bahnhof Osterath trafen. Zum fünften Mal fand eine gemeinsame Radtour von Bürgern aus Kerken und Meerbusch statt, die diesmal unter dem Motto „Geheime Plätze und verborgene Ecken“ stand. Dabei sollten unbekannte Pfade und Objekte, an denen man oft vorbeifährt, ohne sie näher zu betrachten, in den Blick genommen werden.

Da die Kerkener mit Schienenersatzverkehr anreisen mussten, hatten sich weniger als beim letzten Mal auf den Weg gemacht. Die Lücke füllte sich schnell mit Meerbuschern, die die Chance nutzten, unter kundiger Leitung des ADFC Meerbusch, des Fahrradbeauftragten Manfred Weigand und Alexandra Schellhorn vom Stadtmarketing eine schöne Tour zum Saisonauftakt zu unternehmen. „Hier bin ich ja noch nie gewesen“, sagte eine Büdericherin verwundert, als die Gruppe zum Meerbusch-Gymnasium und dort speziell zu einem Stück der Berliner Mauer einbog, die dort aufgerichtet ist. „Mir haben das Mauerstück und die Zeittafel im Boden, die dorthin führt, sehr gut gefallen“, sagte Nicole Thyssen aus Kerken. „Das ist ein Hingucker, der die Schüler zu Diskussionen über den Wert von Freiheit und Demokratie anregen kann.“

Ein weiteres Monument, das Denkmal für die ermordeten Meerbuscher Juden in Lank-Latum, fand ebenfalls große Beachtung. Dort findet jedes Jahr zum Gedenken an die Pogromnacht eine Gedenkstunde statt.

Anlass zu Diskussionen, aber auch zu Gelächter waren dagegen die Schlange im Latumer See und die Diskussion über die dort befindliche Brücke. Zur Mittagspause fanden sich die Radfahrer auf dem Lanker Alten Markt ein, um sich vor dem Fronhof mit Erbsensuppe und einem Getränk zu stärken. Besonders der Brunnen mit „Drickes, Stina und Trina“ gefiel den Besuchern, die sich noch schnell ein Eis gönnten, ehe sie sich wieder in den Sattel schwangen. Quer durch den Herrenbusch mit einem „Mann im Baum“ und vorbei am Wildschweingehege in Strümp ging es wieder zurück nach Osterath.