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Meerbuscher Pfarrbrief in Köln ausgezeichnet.

Ausgezeichnet: der Büdericher „Doppelpunkt“ : Lob für die Macher eines Pfarrbriefs

Der „Doppelpunkt“, herausgegeben von der katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius und Heilig Geist in Büderich, belegte beim „Pfarrbrief des Jahres“ im Erzbistum Köln den dritten Platz.

Eine Fachjury hatte im Vorfeld alle eingesendeten Pfarrbriefe begutachtet und die drei Publikationen herausgefiltert, denen es am besten gelungen ist, Inhalt, Gestaltung und Fotografie miteinander zu verknüpfen. Es war nicht der erste Erfolg für die Büdericher: Die Weihnachtsausgabe 2015 hatte es damals sogar auf den zweiten Platz geschafft.

Hinter der dreimal jährlich erscheinenden Publikation – als Ergänzung zu Internetauftritt und der Wocheninformation „logbuch“ – steht eine sechsköpfige Redaktion: Gemeindereferentin Ingrid Mielke sowie die Gemeindemitglieder Friederike Janson, Petra Wienands, Claudia Gross, Carsten Jekel und Sebastian Gröters, der vermutlich besonders viel Know-how mitbringt, ist der Meerbuscher doch Kommunikationsberater im Generalvikariat des Erzbistums.

„Über das gute Abschneiden haben wir uns sehr gefreut“, sagt die Gemeindereferentin. Bei der redaktionellen Arbeit denke keiner daran, einen Preis zu gewinnen. „Eine gute Redaktion schreibt in erster Linie für ihre Leser“, so ihr Credo, „und freut sich vor allem über positive Rückmeldungen aus der eigenen Leserschaft.“ Die Auszeichnung sehen sie und ihr Team als eine „schöne Bestätigung und Anerkennung unserer Arbeit und der Qualität des Magazins von neutraler Seite“. Jeweils 5500 Exemplare werden für Pfarrangehörige und Gäste gedruckt, weitere Exemplare werden in den Kirchen ausgelegt.

Doch wie arbeitet das Redaktionsteam eigentlich? „Ein wesentliches Element unseres Konzeptes ist der monothematische Bezug jeder Ausgabe“, erklärt Carsten Jekel. Zuletzt ging es beispielsweise um den Kontrast „Nein/Ja“. Dieser Bezug gebe den inhaltlichen Rahmen vor. „Innerhalb dieses Rahmens versuchen wir dann, das Oberthema aus verschiedenen Richtungen zu beleuchten und stellen dabei einen Bezug her zur Lebenswirklichkeit unserer Leser.“

Ausgehend vom Kirchenjahr versuche man ein Thema zu finden, das sowohl religiös als auch lebensnah betrachtet werden könne. „Das einen Bezug zum Gemeindeleben hat und in der „Lebenswelt der Leser vorkommt.“

Ganz konkret setzt sich das Team „einmal mit allen zur Themenfindung und Klärung der Inhalte“ zusammen, Aufgaben und Schreib­aufträge werden verteilt. Danach werden die Beiträge gesammelt und wird der Aufbau des Heftes festgelegt. Weitere Absprachen mit Einzelnen erfolgen per E-Mail oder per Telefon. Dann gibt es noch den Kontakt mit dem Grafiker und das Korrekturlesen. Heraus kommt ein Produkt, das nichts mehr mit einem kopierten „Pfarrblättchen“ früherer Tage gemein hat. Der „Doppelpunkt“ könnte in seiner „magazinigen Aufmachung“ – große Fotos, luftiges Layout – auch am Bahnhofskiosk ausliegen.

Auch thematisch bemüht man sich um eine gewisse Offenheit. „Eine Herausforderung bei der Erstellung des Heftes ist der Spagat zwischen der kirchennahen und kirchenfernen Leserschaft“, so Ingrid Mielke. Es gelte, möglichst die ganze Bandbreite, die sich in der Gemeinde finde, auch thematisch in irgendeiner Weise anzusprechen. „Dabei ist es wichtig, einerseits die Religiosität des Heftes zu wahren und andererseits die Lebenswelt der Leser zu berücksichtigen. Der eine möchte lieber aktuelle Beiträge zum Geschehen aus der Gemeinde lesen, der andere mehr Artikel, die zum Nachdenken anregen und eine inhaltliche Diskussion ermöglichen. Wir versuchen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Leserschaft aufzugreifen und eine inhaltliche Balance zu schaffen.“

Der Diözesantag Öffentlichkeitsarbeit findet seit fast 20 Jahren jährlich im Maternushaus in Köln statt. Der Tag hat sich als fester Termin für die Mitarbeitenden in der Öffentlichkeitsarbeit von Seelsorgebereichen etabliert und dient der Fortbildung und dem Austausch. Er wird gemeinsam vom Bildungswerk und der Kommunikationsabteilung des Erzbistums Köln organisiert.