Meerbuscher Ökomarkt lockte tausende von Besuchern

Umwelt -und Naturthemen im Mittelpunkt : Es grünt so grün in Lank-Latum

Mit einem riesengroßen Kindertrödel und zahlreichen Verkaufsständen nicht nur zum Thema Umwelt fand am Sonntag der 27. Ökomarkt im Ortszentrum statt. Tausende von Besuchern schlenderten durch die Straßen.

Für Harald Scholl steht fest: „Dieser Markt hier ist für mich gesetzt, ich bin jedes Mal dabei.“ Nur die erste Ausgabe des Ökomarkts fand ohne ihn statt. „Aber seitdem bin ich Stammgast“, sagt der Winzer aus dem rheinhessischen Gau-Heppenheim. Denn sein Produkt passt genau auf diesen Markt: Er baut seinen Wein nicht nur biologisch, sondern auch bio-dynamisch mit Demeter-Zertifikat an. Und Öko-Waren waren am Sonntag stark gefragt. Denn schließlich drehte sich einen Tag lang alles um Umwelt, Natur, Wildbienen, Glyphosat-Verbot oder  Nachhaltigkeit. Selbst die wurde praktisch demonstriert: Beim Trödelmarkt für Kindersachen ging es darum, weniger wegzuwerfen, sondern neu zu nutzen.  Und so hatten Hunderte von Kindern ihre Tische aufgebaut und trennten sich von Spielzeug, Blusen, Hosen oder Schuhen.

Birgit Jansen und Hartmut Riedel am Stand der Rollenden Waldschule. Foto: RP/Anke Kronemeyer

Die Stadt Meerbusch warb für Pflanzenvielfalt zugunsten der Insekten und verschenkte Glockenblumen, Heilziest oder Felsen-Fetthenne. Der ADFC bot sich als Vermittler für gebrauchte Fahrrädern an, der BUND informierte über Bio-Lebensmittel und die Artenvielfalt, führte aber auch immer wieder Gespräche über den geplanten Konverter. Die Rollende Waldschule faszinierte vor allem die kleinen Besucher. Die konnten sich gar nicht sattsehen an all den Füchsen, Greifvögeln, Eulen oder Hasen, die täsuchendecht in dem „Klassenzimmer“ präsentiert wurden. Hartmut Riedel fährt mit diesem Wagen seit Jahren in Schule und Kindergärten und unterrichtet in Sachen Wald- und Naturbildung. Mit am Stand war auch Birgit Jansen, die im Namen des Meerbuscher Hegerings Waldspaziergänge unter andrem durch den Herrenbusch anbietet.

Stefan Overath und sein Sohn Marten mit der Silhouette von Lank-Latum. Foto: RP/Anke Kronemeyer
Dana Frey (l.) und Anna Hardenberg  am Stand der Stadt mit den Pflanzen. Foto: RP/Anke Kronemeyer

Ansonsten genossen die zahlreichen Besucher auch einfach nur die entspannte sonntägliche Atmosphäre, genossen Kaffee,  Eis oder ihr Mittagessen in einer der vielen Außen-Gastronomien und radelten gemütlich und ganz umweltbewusst wieder nach Hause.

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