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Meerbuscher Künstlerin Marlies Blauth lädt ins Offene Atelier

Kunst in Meerbusch : Atelier Marlies Blauth öffnet wieder

Die Künstlerin lädt am 6. und 7. Juni erstmals wieder Besucher in ihr Atelier ein – allerdings unter Auflagen. In der Corona-Krise hat Marlies Blauth rund 200 neue Miniaturen geschaffen, die sie im „Offenen Atelier“ zeigt.

Gerade hat Marlies Blauth die letzten Bilder ihrer Ausstellung in Dortmund aufgehängt. „Damit habe ich schon gar nicht mehr gerechnet“, sagt sie am Telefon. Bis Pfingstmontag ist sie dort in einer kleinen Einzelschau zu sehen. Am Wochenende darauf, am 6. und 7. Juni, will sie dann auch in Meerbusch wieder starten und lädt ins „Offene Atelier“ nach Osterath. „Ich wage einen kleinen Schritt in Richtung Normalität und lade wieder Besucher ein“, sagt sie.

In der Corona-Krise hat Marlies Blauth rund 200 neue Miniaturen ­geschaffen. Foto: Blauth

Für den Besuch im rund 50 Quadratmeter großen Atelier gelten allerdings Auflagen: „Ich kann höchstens drei Leute gleichzeitig hereinlassen, deshalb sollten die Besucher sich im Idealfall vorher telefonisch anmelden.“ Außerdem gilt Maskenpflicht im Atelier. Dazu sagt die Künstlerin: „Zum Schauen braucht man ja glücklicherweise die Augen.“ Was sie bedauert: „Auf das sonst übliche Kaffee trinken müssen wir noch verzichten.“

Die Corona-Krise sei für sie bislang eine Achterbahnfahrt gewesen, erzählt sie. „Ich war sehr produktiv und kreativ und habe rund 200 neue Miniaturen geschaffen. Andererseits sorge ich mich um die Zukunft und habe sehr darunter gelitten, nicht unterwegs sein zu dürfen.“ Rund zehn Ausstellungen musste sie bislang wegen Corona absagen, darunter auch einen Workshop.

Aber nun freut sie sich auf erste Gäste im Atelier. „Die Auswahl an Miniaturen ist riesig. Und sollten sich Verkäufe ergeben, spende ich einen Teil der Einnahmen an den Weltladen Osterath.“ Marlies Blauths Miniaturen, die häufig als Unikat-Postkarten verschickt werden, entstehen mit Hilfe einer speziellen Mixed-Media-Technik. „Übermalungen von Übermalungen von Übermalungen“, erklärt die Künstlerin. „Zum Teil werden auch Teebeutel, Gips und Kohlestaub verwendet. Es sind also kleine experimentelle Stücke.“ Aber auch ihre größeren Arbeiten seien in Osterath zu sehen. „Wegen der zahlreichen Absagen und Terminverschiebungen befinden sich bis auf ein paar Dauerleihgaben fast alle Bilder at home“, sagt sie und lacht. Sie hofft, dass sie den Besuchern im „Offenen Atelier“ auch das Buch „Diesen Klängen folgen“ präsentieren kann, das sie mit Text und Illustrationen mitgestaltet hat. Blauth: „Ich warte täglich darauf, dass es ausgeliefert wird.“

Info Atelier Marlies Blauth, Rudolf-Diesel-Straße 5b in Meerbusch-Osterath, Sa., 6. Juni, 13-17 Uhr, So., 7. Juni, 11-17 Uhr, Anmeldung unter 0175 5218083.

(ena)