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Meerbuscher Fußballverein SSV Strümp startet Solidaritätsaktion

Fußballaktion in Strümp : SSV Strümp-Fans können sich auf Banner verewigen

Der SSV Strümp hat sich mit dem „roten Band der Sympathie“ eine besondere Aktion ausgedacht, um den Verlust aus der Corona-Krise zu kompensieren. Der SSV bittet Firmen und Privatpersonen um einen solidarischen Beitrag. Im Gegenzug bekommen die Spender ein Feld auf dem rot-weißen Banner.

Seit fast zweieinhalb Monaten ruht der Spielbetrieb in den Fußball-Amateurligen aufgrund der Corona-Pandemie nunmehr schon. Den Vereinen sind seitdem sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten, Würstchen oder Getränken bei ihren Heimspielen weggebrochen. Auch die Meerbuscher Fußballvereine kämpfen mit diesen Problemen.

Der OSV Meerbusch etwa rief deshalb vor einiger Zeit dazu auf, virtuelle Tickets, Bierkisten und Bratwurst für ein „Geisterspiel“ zu kaufen, um den Verein damit finanziell zu unterstützen. „Eine solche Spendenaktion ohne echten Gegenwert haben wir aber von Beginn an abgelehnt“, sagt Thomas Feldges, Fußball-Abteilungsleiter beim SSV Strümp.

Die Verantwortlichen der Rot-Weißen wollen einen anderen Weg gehen. Sie haben jetzt mit dem „roten Band der Sympathie“ eine Aktion ins Leben gerufen, die dem Gegenüber auch einen Gegenwert bieten soll. Bei diesem rot-weißen Solidaritätsbanner handelt es sich um ein 60 Zentimeter hohes und rund 40 Meter breites durchgehendes Plakat aus 16 Einzelflächen. Auf 14 dieser Flächen möchte der SSV die Namen seiner Unterstützer veröffentlichen. „Mit dem roten Band der Sympathie bitten wir sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen um einen solidarischen Beitrag. Im Gegenzug erhalten diese Personen dann ein eigenes Feld auf dem Banner“, erklärt Feldges.

Thomas Feldges, Fußball-Abteilungsleiter beim SSV Strümp, wirbt für die „Spendenaktion mit Gegenwert“. Archiv: UD Foto: RP/SSV

Das Verfahren sei ganz einfach, sagt Feldges. Der Gönner müsse dazu lediglich ein PDF-Formular ausfüllen und an den SSV Strümp zurückschicken. Nachdem das Banner angebracht wurde, muss dann eine Spende in Höhe von 19,64 Euro an den Verein überwiesen werden. Der auffällig krumme Betrag hat übrigens einen einfachen Hintergrund: Er bezieht sich auf die Gründung des SSV, die war im Jahre 1964.

Die Aktion stößt im Ortsteil Strümp, aber auch in der Umgebung, bereits auf große Resonanz. Fast 90 der möglichen 150 Flächen auf dem Solidaritätsbanner wurden bereits bestellt. Die noch zur Verfügung stehenden 60 Eintragungen sollen nun nach der Reihenfolge des Eingangs vergeben werden. „Wir hoffen, das Band der roten Sympathie natürlich so schnell wie möglich voll zu bekommen, so dass wir es zeitnah bei uns auf dem Sportplatz aufhängen können“, sagt Thomas Feldges.

Die Erlöse aus dem Verkauf wird die Fußballabteilung des SSV Strümp dazu nutzen, die Terrasse am Vereinsheim zu überdachen. „Wenn künftig wieder Zuschauer erlaubt sind, können unsere Besucher dann die Spiele unserer Mannschaften auch bei Regen im Trockenen verfolgen. Wartende Eltern oder Kinder werden dort ebenfalls nicht mehr nass“, so Feldges.