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Meerbuscher Erfinder Friedrich Wesche im TV-Finale

TV-Show-Finale : Meerbuscher Erfinder kämpft um 100.000 Euro

Die Tennisfreunde von Treudeutsch Lank werden am Dienstagabend die Daumen drücken und immer wieder anrufen. Schließlich steht ihr ehemaliger Tenniskumpel Friedrich Wesche live im Finale der ProSieben-Show „Das Ding des Jahres“.

Dort wird er „TReGo“ vorstellen. Einen Anbau, der in wenigen Sekunden aus einem normalen Fahrrad ein Lastenrad macht. Und wenn die Zuschauer vor dem Bildschirm für den 46-Jährigen und seine Idee anrufen, gewinnt der gebürtige Meerbuscher aus Strümp 100.000 Euro. „Die stecken wir dann sofort in die Produktion“, sagt Wesche.

Vor knapp 20 Jahren ist er aus Meerbusch wegezogen, lebt mittlerweile seit 15 Jahren mit seiner Frau und drei Kindern in Zug in der Schweiz. „Aber den Kontakt zur Heimat haben wir nie verloren“, sagt er. Zuletzt war er Anfang des Jahres zuhause in Meerbusch. Schließlich lebten dort noch die Großeltern, Geschwister und viele Freunde; denn auch seine Frau Buket kommt ursprünglich aus Meerbusch. „Freitagnacht sind wir angekommen und wohnen bis Mittwoch bei meiner Schwester in Osterath“, erzählt Wesche. Am Wochenende hat der Fahrradfan die Messe „Cyclingworld“ besucht und dort „unzählige Kontakte“ zu Händlern und Ausstellern geknüpft. „Das war richtig klasse.“ Außerdem hätten am Wochenende zahlreiche Freunde „TReGo“ ausprobiert. „Und alle waren begeistert, wie toll das Rad fährt“, erzählt der Erfinder, der sich in der Schweiz als Hausmann um die Familie kümmert. Zur Show am Dienstagabend begleiten ihn rund 20 Leute. „Sogar meine Cousins aus Frankfurt samt Familie werden kommen.“ Die eigenen Kinder werden mit seiner Frau hinter den Kulissen mitfiebern. „Sie sind meine Glücksbringer.“ Denn Friedrich Wesche gibt zu, „schon aufgeregt“ zu sein. „Bislang wurde die Show ja aufgezeichnet, da konnte man die Patzer einfach rausschneiden.“ Aber er habe sich gut vorbereitet und seinen Text geübt. Realistische Chancen auf den Sieg rechnet er sich dennoch eher nicht aus. „Die Konkurrenz ist einfach toll, und unser Produkt ist zum Preis von rund tausend Euro mit Abstand das teuerste.“ Aber egal, wie es an diesem Abend ausgeht: „Die Show war eine tolle Erfahrung und Plattform, das Team war unglaublich nett, und mein Partner und ich, wir hätten uns nie erträumt, ins Finale zu kommen.“