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Meerbuscher Bürger gratulieren ihrer Stadt

Meerbusch feiert Geburtstag : Was Meerbuscher ihrer Stadt zum 50. wünschen

Das Jahr 2020 wird ein ganz besonderes, denn es steht unter dem Motto „50 Jahre Meerbusch“. Einige Gedanken zum Geburtstag.

50 Jahre – das ist eine ganz schön lange Zeit. Wenn ein Mensch das halbe Jahrhundert geschafft hat, wird das meist mit einer großen Party gefeiert. Mit der Familie und vielen Freunden, mit guten Wünschen, Musik und besonderen Geschenken. Für eine Stadt allerdings sind 50 Jahre noch nicht so wirklich viel. Meerbusch ist also eine „junge“ Stadt. Aber natürlich wird der 50. Geburtstag von Meerbusch am 1. Januar 2020 trotzdem gefeiert. Los geht’s am Vorabend mit der großen Silvester- und Jubiläumsparty im Festzelt auf dem Dr.-Hans-Lampenscherf-Platz in Osterath. Mehrere hundert Bürger, aber auch Politiker und Ehrengäste werden mitfeiern. Wir haben vorab (mehr oder weniger bekannte) Meerbuscher gefragt, was sie ihrer Stadt wünschen, aber auch, welche Ratschläge sie Meerbusch mit auf den weiteren Weg geben.

Anne Burbulla wünscht der Stadt ein lebendiges Kulturangebot. Foto: Dackweiler, Ulli (ud)

Silke Felkl (Geschäftsführerin Heimatkreis Lank): „Meerbusch ist eine Stadt mit Kämpferherz. Am Anfang stand eine Idee. Der gemeindliche Zusammenschluss sollte ein Schutzbündnis gegen die großen Nachbarn darstellen – ganz nach der Devise ‚Gemeinsam sind wir stark‘. Es folgten siegreiche Kämpfe gegen Entwürfe und Gesetze, die die Auflösung der Stadt Meerbusch zum Ziel haben sollten. Letztendlich hat der Zusammenhalt der Meerbuscher gesiegt – ganz nach dem Motto ‚Meerbusch – acht Dörfer, aber ein Wille‘. Diese Devise ist bis heute ungebrochen.“

„Bliev so,  wie du böss“, sagt Peter Pütz. Foto: Lotumer Buretheater

Heribert Schween (2. Vorsitzender Meerbuscher Kulturkreis, MKK): „Der MKK gratuliert und wünscht sich, dass die Stadt weiter offen bleibt für ein vielfältiges Kulturgeschehen. Nur so können Kunst und Kultur gefördert werden. Gemeinsam mit Gleichgesinnten in Sachen Kultur sollten alle Sinne auf Projekte gerichtet werden, die auch das Interesse der Jugend für das Geschehen in den Vereinen und im öffentlichen Leben wecken. Gemeinsam mit anderen Gruppierungen in der Stadt fühlt sich der MKK für das gesamte kulturelle Geschehen in Meerbusch verantwortlich.“

Franz Jürgens wünscht der Stadt ein Heimatmuseum. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Anne Burbulla (Leiterin Städtische Musikschule Meerbusch): „Zum 50. Geburtstag gratuliere ich der Stadt sehr herzlich. Meerbusch ist eine attraktive Stadt, die viele Möglichkeiten bietet. Die Kultur und die musikalische Bildung liegen mir persönlich sehr am Herzen. Ich wünsche der Stadt für die Zukunft ein weiterhin lebendiges Bildungs- und Kulturangebot, das die Menschen verbindet, das junge Familien und ältere Menschen zusammenbringt, genauso wie lang-einheimische und neu-zugezogene Bürgerinnen und Bürger, das Treffpunkte bietet, wo die Menschen sich austauschen und Kultur gemeinsam aktiv gestalten können und die verschiedenen Ortsteile weiter zusammenwachsen lässt. Die Städtische Musikschule wird dazu mit großer Freude ihren Beitrag leisten.“

Matthias Obergarz wünscht der Stadt Meerbusch mehr Zusammenhalt. Foto: Regina Goldlücke

Peter Pütz (Spielleiter Lotumer Buretheater): „Das Lotumer Buretheater gratuliert der Stadt Meerbusch ganz herzlich zum 50. Geburtstag. Im Lanker Forum Wasserturm hat die Theatergruppe dank der Stadt 1994 ein Zuhause gefunden. Auch dafür vielen Dank. Weiterhin wünschen wir Meerbusch für die kommenden Jahre viel Erfolg. Stadt Meerbusch – Bliev so, wie du böss!“

Silke Felkl gratuliert der Stadt zu ihrem Kämpferherz. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Pfarrer Michael Berning (St. Mauritius und Heilig Geist, Büderich): „Meerbusch wird 50 Jahre alt! Nicht alle hätten der Stadt bei deren Gründung dieses ‚hohe‘ Alter prophezeit. Ich wünsche den Meerbuscherinnen und Meerbuschern einen stärkeren Zusammenhalt, Gemeinschaft und natürlich Gottes Segen für die nächsten Jahre und die Aufgaben, die noch vor uns liegen. Wir werden Tatkraft und Mut brauchen, um die Zukunftsfragen zu lösen: Klimagerechte Umgestaltung, Verkehrswesen, Wohnraum – da gibt es viel zu tun!“

Das Ehepaar Heinrich wünscht Meerbusch Ruhe vor dem Fluglärm. Foto: Regina Goldlücke

Manfred Weigand (Fahrradbeauftragter der Stadt Meerbusch): „Liebe Stadt Meerbusch, zu deinem 50. Geburtstag wünsche ich dir, dass du jung bleibst und offen für Bekanntes und Unbekanntes, dass es dir gelingt, Mobilität mit einer guten Wohnqualität zu kombinieren, dass du öffentliche Räume und Räumlichkeiten für vielfältige Aktivitäten bereitstellen kannst, damit du für deine Bürger weiterhin lebens- und liebenswert bleibst. Und dann wünsche ich dir Bürger, die das alles mit Leben erfüllen.“

Werner Wimmer wünscht Meerbusch Frieden und Freundlichkeit. Foto: Regina Goldlücke

Pfarrerin Karin Schwark (ev. Kirchengemeinde Lank, Seelsorgebereich Strümp, Ossum-Bösinghoven: „Ich wünsche der Stadt Meerbusch, dass das ‚Wir-Gefühl‘ in Meerbusch weiter wächst und dass Meerbusch so noch mehr zusammenwächst, ohne dass dabei die wunderbaren Besonderheiten der einzelnen Dörfer und der Menschen, die dort leben, verlorengehen. Ich wünsche Meerbusch, dass es auch in Zukunft viele unterschiedliche Menschen gibt, sie sich ehrenamtlich für andere einsetzen und der Stadt und den Dörfern damit ein menschliches Gesicht geben. Ich wünsche Meerbusch und seinen Bürgern, dass sie spüren, dass sie hier unter Gottes Segen leben dürfen und dass sie ein bisschen von diesem Segen weitergeben.“

Heribert Schween wünscht der Stadt vielfältige Kulturangebote. Foto: RP/MKK

Franz Jürgens (Vorsitzender Heimatkreis Lank: „Ich wünsche der Stadt Meerbusch, dass sie sich in ihrer dezentralen Struktur der beliebten einzelnen Ortsteile weiter so gut entwickelt wie bisher. Weiterhin wünsche ich der Stadt, dass sie die Finanzkraft aufbringen möge, ein identitätsstiftendes Heimatmuseum für ganz Meerbusch einzurichten.“

Karin Schwark wünscht der Stadt noch mehr Wir-Gefühl. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)/Bauer, Hans-Jürgen (hjba)

Matthias Obergarz: „Eigentlich haben wir hier in Büderich ja schon viele gute Sachen. Ich denke da auch an den Bouleplatz am Schwimmbad, den wir regelmäßig mit einer Gruppe bespielen. Ein Wunsch für die Stadt fällt mir trotzdem noch ein: Die benachbarten Geschäfte sollten etwas besser zusammenhalten. Mir kommt es oft so vor, als würde jeder sein eigenes Süppchen kochen.“

Michael Berning wünscht den Bürgern Tatkraft und Mut. Foto: Stadt Meerbusch

Elisabeth Vennedey: „Über zu wenig Spielplätze können wir uns nicht beklagen. Aber für meine Töchter Greta und Maria wünsche ich mir, dass einige noch etwas ansprechender gestaltet werden, da hat Meerbusch etwas aufzuholen. Schön wären auch weitere Fahrradwege, auf denen ich mit den Kindern gefahrlos unterwegs sein könnte.“

Manfred Weigand wünscht Meerbusch Offenheit. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Ehepaar Heinrich: „Wir sind gerade aus Brandenburg nach Büderich gezogen und fühlen uns wohl. Nur würde es uns freuen, wenn manche Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere konsequenter beseitigen würden. Unser größter Wunsch für die Stadt Meerbusch wird sich wohl nicht erfüllen – eine Reduzierung des Fluglärms. Wir wussten vorher davon, aber so krass haben wir uns das nicht vorgestellt.“

Werner Wimmer: „Ich wünsche unserer Stadt, dass es hier weiterhin so friedlich und freundlich bleibt, das ist das Wesentliche. Was mich aber stört, ist die manchmal allzu lässige Handhabung der Bauvorschriften in Büderich. Sie werden immer mehr ausgeweitet. Das ist schade, weil alte Viertel dadurch ihr Gesicht verlieren. Ansonsten ist es hier in Meerbusch sehr lebenswert.“