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Meerbusch: Meerbuscher bringt Hoffnung

Meerbusch : Meerbuscher bringt Hoffnung

Der 24-jährige Josh Feitelson berichtet am Sonntag, 4. Dezember, im Savoy-Theater in Düsseldorf über seinen Verein "BeeBob Hilft" und dessen Aktivitäten in Kambodscha.

"Wir haben unser erstes Wohnhaus gebaut, einen Brunnen bohren und medizinische Notfälle behandeln lassen, allen Kindern den Schulbesuch ermöglicht und drei Stipendien für die älteren Jugendlichen besorgen können", berichtet Josh Feitelson aus Büderich.

Der 24-Jährige kommt im Dezember aus Kambodscha zurück an den Niederrhein, um über die Entwicklung seines erst ein Jahr alten Hilfsprojekts in einem Kinderdorf in der Provinz Stung Treng in Wort und Bild zu berichten.

"Was kann ich denn schon tun?" ist der Titel einer Ausstellung, die am Sonntag, 4. Dezember, um 11 Uhr im Atelier-Kino im Savoy-Theater in Düsseldorf an der Graf-Adolf-Straße 47 beginnt und bis Ende des Monats dauert. Der Eintritt ist frei. In einem Multivisionsvortrag berichtet der junge Meerbuscher von seinen persönlichen Erfahrungen mit den Projekten und der Arbeit in Thalaborivat.

"Im Sommer 2010 bin ich durch Zufall in einem ländlichen Gebiet der Provinz auf eine Gruppe vernachlässigter Kinder aufmerksam geworden, die ohne jegliche Betreuung zusammenlebten. Die beiden ältesten Mädchen waren 19 und 20 Jahre alt und haben sich um die anderen Kinder gekümmert, sie mit Hilfe von Almosen von Leuten aus dem Dorf ernährt", erzählt Feitelson. Die Unterkunft dieser Kinder habe aus nicht mehr als einem Betonfundament und einem darüber befestigten Wellblechdach bestanden.

"Die Situation der Kinder und ihre Perspektivlosigkeit haben mich dazu bewegt, mit Freunden den Verein ,BeeBob Hilft' zu gründen. Ich bin dafür für eine Woche zurück nach Deutschland gekommen, um alles in die Wege zu leiten und im September des vergangenen Jahres zusammen mit einer guten Freundin nach Kambodscha gezogen, um hier die Arbeit aufzunehmen", erzählt der 24-Jährige im Gespräch.

Nun sei ein Jahr vergangen, das von vielen Schwierigkeiten, aber auch wunderbaren Fortschritten geprägt war. Durch die großartige Hilfe vieler engagierter Menschen in Kambodscha und Deutschland hätten sie es geschafft, den Kindern ein richtiges Zuhause zu bauen.

In seinem jungen Leben gönnt sich Feitelson kaum Ruhe. Armut, Tod und Krankheit hat der Büdericher bereits gesehen — auf seinen Reisen durch China, die Mongolei, Thailand und Kambodscha. Eigentlich wollte er Arzt oder Biochemiker werden — dazu ist es aber nicht gekommen.

Gleich nach seinem Zivildienst reiste er mit der Kamera durch die fernöstlichen Länder und fotografierte deren Landschaften und Menschen. Auf seine Arbeiten wurde die Firma Teekanne aufmerksam und schickte ihn daraufhin noch einmal nach Asien, mit dem Auftrag einen Imagefilm für das Düsseldorfer Unternehmen zu drehen.

(RP)