1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbuscher Agentur entwickelt Ideen für Marken

Meerbuscher Wirtschaft : Lockstoff macht Marken unverwechselbar

Die Design-Agentur ist in den Gewerbepark Alte Seilerei gezogen. Nicole Slink und Niklas Webelhaus führen das Team.

Wenn im Mai 2022 anlässlich des Hansetags in Neuss über das „mutige und etwas poppige Design“ der dazugehörigen Kampagne gesprochen wird, hat das Team der Lockstoff Design GmbH – Agentur für strategische Markenkommunikation – sein Ansinnen erreicht. „Es ist unser Ziel, Kunden zu ermutigen, immer noch etwas weiter zu gehen“, erklärt Geschäftsführerin Nicole Slink.

Kreative Briefmarken: Die Agentur Lockstoff hat die Kampagne für den Hansetag 2022 in Neuss entworfen. Foto: Agentur Lockstoff

Sie ist seit der Gründung 2006 in Wevelinghoven dabei und hat den ständigen Wachstums- und Erfolgsprozess der Agentur mit bisher rund 96 Design-Preisen intensiv begleitet. Sie war auch dabei, als Lockstoff Design vor gut einem Jahr in den Gewerbepark Alte Seilerei gezogen ist. „Wir fühlen uns in diesem inspirierendem Ambiente mit der guten Erreichbarkeit sehr wohl“, betont die Geschäftsführerin.

In den Räumen mit einer Fläche von rund 400 Quadratmetern werden auch Workshops abgehalten. „Sie sind zu Beginn der Zusammenarbeit ein wichtiger Auftakt, um den Kunden und damit auch die Branche zu verstehen,“ erläutert Niklas Webelhaus. Er gehört seit einigen Wochen gleichberechtigt der Geschäftsführung an, aus der Nicole Slink Ende 2019 mit einer Professur an die Universität Bremerhaven berufen wurde: „Ich bin für Lockstoff Design weiter beratend tätig. Aber das Alltagsgeschäft wird Niklas Webelhaus als geschäftsführender Gesellschafter führen.“

Die Empfehlung für Nicole Slink, mit dem Düsseldorfer Kommunikationsdesigner zusammenzuarbeiten, kam von dem in Büderich lebenden Diplom-Designer Wilfried Korfmacher. Als Professor der Hochschule Düsseldorf, Fachbereich Design, kann er seine ehemaligen Studenten einschätzen: „Ich denke, sie können sich gut ergänzen und zusammenarbeiten.“ Nach dem Ausloten in ausführlichen Gesprächen ist Lockstoff Design mit der bisherigen Branding-Agentur „Designiert“ von Niklas Webelhaus eine Fusion eingegangen. Gemeinsam betreut das zwölf Mitarbeiter starke Team kleine und große Unternehmen. Sollten Spezialisten gebraucht werden, werden sie hinzugeholt: „Wir sind gut aufgestellt, weil wir beispielsweise branchenerfahrene Texter hinzuziehen.“

Von der Fusion sollen auch die Kunden profitieren: „Wir erweitern Kapazitäten und auch die Expertise im Bereich Digital-Branding.“ Geplant ist, Markenentwicklungsprozesse mit digitalen Tools zu verschlanken. Das Ziel der Kommunikationsdesigner ist es, unverwechselbare sogenannte Markenerlebnisse zu schaffen. Dazu erklärt Nicole Slink: „Die Erscheinungsbilder von Unternehmen und Produkten müssen heutzutage authentischer und flexibler sein und über sämtliche Medien hinweg die eigene Haltung transportieren“, sagt sie. „Das bietet Wettbewerbsvorteile, die die Unternehmen auch nutzen sollten. Schließlich ist Design ein zunehmend wichtiger werdendes Wertschöpfungsinstrument.“

Die Vorteile eines verhältnismäßig kleinen Teams liegen für Slink und Webelhaus auf der Hand: „Wir sind nicht der große Tanker, sondern können schnell reagieren, sind flexibel und partnerschaftlich.“ Kunden wie die Bundesgartenschau Heilbronn 2019, Coca-Cola oder die GWG Neuss schätzen die gute Zusammenarbeit. „Die Wohnungs-Genossenschaft hat uns an Neuss-Marketing empfohlen. Wir haben die Chance genutzt und uns sehr gefreut, den Hansetag-Gestaltungswettbewerb gewonnen zu haben“, erzählt Nicole Slink.

Bereits im März hat Niklas Webelhaus ihren Part im Tagesgeschäft eingenommen. Augenzwinkernd sagt er: „Ich bin gern in die Alte Seilerei gezogen, weil ich mein Schlagzeug mitnehmen durfte. Wie konnte ich da nein sagen? Schließlich wird hier im Haus bei Music Art ohnehin Musik gemacht.“

Kreativ-locker geht es in der Agentur ohnehin zu. Und so bringen die Lockstoff-Design-Gesellschafter ihr Anliegen klar auf den Punkt: „Wir suchen stets tolle Produkte mit schlechter Verpackung.“