Vereine in Meerbusch : OSV gewinnt 3500 Euro für bessere Tribüne

Die Gewinner des Sponsoring-Wettbewerbs der Stadtwerke Meerbusch stehen fest. Der OSV Meerbusch (Sport), der Musikverein Osterath (Bildung) und der Kindergarten Lummerland (Kultur) landeten jeweils auf Platz eins.

Normalerweise liefern sich der OSV Meerbusch und der SSV Strümp packende Lokalderbys auf dem Fußballplatz. Da diese derzeit wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt sind, haben sich die beiden Vereine nun einen digitalen Schlagabtausch geliefert. Im Rahmen des Sponsoring-Wettbewerbs „Euer Projekt – Eure Stimme“ der Stadtwerke riefen sie in den vergangenen Wochen ihre Mitglieder und Anhänger jeweils dazu auf, ihre Stimme für sie abzugeben. Alle übrigen Mitbewerber waren im Kampf um Platz eins schnell aus dem Rennen. Zu groß war der Vorsprung der Osterather und Strümper Kicker. Lange Zeit sah es nach einem Erfolg für den SSV aus, doch auf der Zielgerade zog der OSV noch an ihm vorbei.

Insgesamt 1839 Stimmen vereinten die Osterather auf sich und verwiesen den SSV (1686 Stimmen) auf Platz zwei. „Wir haben uns einen tollen Wettkampf mit den Strümpern geliefert und sind froh, dass wir uns am Ende durchsetzen konnten“, sagt Geschäftsführer Marc Szymkowiak, der das Projekt beim OSV gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden, Philipp Krüger, vorangetrieben hat. Satte 3.500 Euro bringt dem Klub der Triumph ein. Das Geld wird er dazu verwenden, die veraltete Tribüne auf dem Sportplatz am Krähenacker zu sanieren und zudem eine neue Gastrohütte mit Terrasse zwischen den beiden Plätzen zu bauen.

Der SSV darf sich als Zweitplatzierter über 1750 Euro freuen und wird das Geld dafür einsetzen, ein Regendach auf seiner Sportanlage am Fouesnantplatz zu errichten. Mit 748 Stimmen auf Platz drei landete das Voltigierzentrum Meerbusch. Die Reiter werden ihren Gewinn in Höhe von 750 Euro in die Ausbildung junger Trainer stecken.

Rund vier Wochen lang hatten die Meerbuscher Bürger Zeit, im Internet für ihren Favoriten abzustimmen. Insgesamt luden 25 Teilnehmer aus den Bereichen Sport, Kultur und Bildung und Kulturveranstalter ihr Projekt auf der Plattform der Stadtwerke hoch und hofften auf einen Teil des Fördergelds in Höhe von insgesamt 20.000 Euro.

In der Kategorie Bildung gab es ebenso wie beim Sport neun Kandidaten. Über den ersten Platz (915 Stimmen) und 3500 Euro jubelte der Musikverein Osterath, der davon einige Instrumente für seine Bläserklassen an der Realschule Osterath anschaffen kann. Die Verantwortlichen hatten kräftig die Werbetrommel gerührt und 5000 Flyer im Stadtgebiet verteilt. „Wir sind für unseren großen Aufwand belohnt worden“, sagt der Vorsitzende Uli Weber. Die Gewinnsumme sei zwar bei weitem nicht genug, um alle Schüler mit einem Instrument zu versorgen, trotzdem helfe das Fördergeld enorm weiter. Auf dem zweiten Platz (862 Stimmen/1.750 Euro) landete der Förderverein der Adam-Riese-Schule, der den Gewinn in das Bildungsprogramm „GemüseAckerdemie“ stecken wird. Der Förderverein des Familienzentrums Fronhof, der als Dritter (642 Stimmen) mit 750 Euro bedacht wurde, kann nun die Renovierung des Kita-Werkraums angehen. Als Vierter (465 Stimmen) immerhin noch 500 Euro bekamen die Pfadfinder vom Stamm Rheinfranken, die damit ihren Zeltplatz ausbauen möchten.

Lediglich vier Bewerber gab es im Bereich Kultur. Dem Förderverein des Kindergarten Lummerland in Büderich reichten deshalb schon 222 Stimmen, um sich Rang eins zu sichern. Mit den 3500 Euro wird er Djembetrommeln anschaffen. „Wir freuen uns riesig, weil wir den Trommelkursus nun für alle Kinder gleichermaßen anbieten können“ sagt Leiterin Elvira Lüders. Der Heimaktkreis Lank als Zweiter (160 Stimmen) plant mit dem Fördergeld (1750 Euro) ein Flurkreuz am Ortsausgang Lank-Latum Richtung Ossum zu errichten. Dem Musicalprojekt Creative Arts Group in Osterath waren durch Corona sämtliche Einnahmen weggebrochen. Die 750 Euro, die er als Dritter (134 Stimmen) erhält, tun ihm entsprechend gut. Die Schreibwerkstatt aus Osterath als Vierter (90 Stimmen/500 Euro) nutzt den Gewinn, um eine Broschüre ihrer besten Texte zu produzieren. Zusätzlich vergab eine interne Jury der Stadtwerke 500 Euro an den Nierster Bürgerverein, der einen Bewegungspark bauen möchte.

Die Fördergelder werden zeitnah per Überweisung an die Gewinner ausgezahlt. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage verzichten die Stadtwerke vorerst auf eine symbolische Scheckübergabe. „Wir hoffen das aber bald nachholen zu können. Gerne möchte ich die Teilnehmer persönlich kennenlernen“, sagt Projektleiterin Ulrike Kretschmann. Die Resonanz für den Wettbewerb sei sehr gut gewesen. „Auf Grund der Corona-Lage waren viele besorgt, ob sie ihre Projekte überhaupt umsetzen können. Daher waren wir mit 25 Teilnehmern sehr zufrieden.“