Meerbusch zum 7. Mal beim Stadtradeln dabei

Meerbusch macht mit beim „Stadtradeln“ : Stadtradel-Botschafter besucht Meerbusch

Der Berliner Rainer Fumpfei ist ehrenamtlicher Bundesbotschafter für die Aktion „Stadtradeln“. Start ist der 14. Juni.

(RP) Rainer Fumpfei strahlt. „Die Übernachtung auf dem Campingplatz in Langst-Kierst war herrlich. Toll war der Blick auf den Rhein bei Tagesanbruch.“ Einen Kaffee hat der deutsche Stadtradeln-Botschafter aus Berlin noch nicht getrunken, als er Punkt 10 Uhr zum Fototermin am Erwin-Heerich-Haus in Osterath-Bovert eintrifft. Das wird beim Empfang prompt nachgeholt.

In einer langen gelben Karawane rollten bei der Rad-Nacht-Premiere 2018 mehr als 500 Radler jeden Alters durch die Stadt, hier in Ossum. Foto: Stadt Meerbusch

Der Technische Beigeordnete Michael Assenmacher, Klima- und Nahmobilitätsmanagerin Denise Lange und Meerbuschs „Stadtradeln-Star 2019“, Klaus Heesen, begrüßen den passionierten Ausdauerradler im Namen der Stadt.

Stadtradeln-Botschafter? Das Amt hat Rainer Fumpfei selbst erfunden. Vor sieben Jahren stellte er sich beim Klimabündnis in Frankfurt vor, einem europäischen Interessenverbund von mehr als 1700 Städten, Kreisen und Gemeinden sowie Bundesländern und Provinzen, der sich weltweit und lokal für Klimaschutz einsetzt. „Ich habe angeboten, jedes Jahr im Rahmen einer vierwöchigen Radtour Teilnehmerstädte der Aktion ‚Stadtradeln‘ zu besuchen und unterwegs weitere Kommunen fürs Mitmachen zu werben“, erzählt Fumpfei. „Seitdem mache ich das – ehrenamtlich und während meines Jahresurlaubs.“

Rund 2000 Kilometer legt er durchschnittlich auf seinen Promotion-Touren zurück. Ganz Deutschland hat er mittlerweile schon erradelt. Selbst vor dem Europa-Parlament in Brüssel durfte Rainer Fumpfei fürs Radfahren werben.

In der Fahrradszene ist der Berliner, der im normalen Leben im Einsatzdienst der Berliner Berufsfeuerwehr arbeitet, längst eine feste Größe. Für namhafte Hersteller ist er als Testfahrer unterwegs, wird von gleich mehreren Firmen mit Ausrüstung ausgestattet. Sein Gespann – ein Tourenrad mit Anhänger, Packtaschen und Stadtradeln-Schild erregt Aufsehen und erfüllt so seinen Zweck. „Die Leute fragen mich, wie weit ich schon gefahren bin, wollen mehr über meine Tour und die Reize des Radfahrens wissen.“

Die Stadt Meerbusch ist in diesem Jahr zum siebten Mal beim Stadtradeln dabei – Zeit für Rainer Fumpfei, auch hier einmal vorbeizuschauen. „Meerbusch hat tolle Radstrecken und tut viel für den Radverkehr. Das wollte ich mir gerne mal ansehen.“

Die diesjährige Aktion „Stadtradeln“ startet in Meerbusch am Freitag, 14. Juni, und läuft bis einschließlich Donnerstag, 4. Juli. Zeitgleich nehmen weitere Kommunen des Rhein-Kreises Neuss teil. Innerhalb der lokalen, dreiwöchigen Aktionsphase gilt es, privat und beruflich möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen und so der eigenen Stadt zu einer guten Platzierung verhelfen.

 Teilnehmen kann jeder, der in Meerbusch wohnt, arbeitet oder dort zur Schule geht. „Dabei ist es nicht relevant, wo die Rad-Kilometer zurückgelegt werden, Klimaschutz endet an keiner Stadt- oder Landesgrenze“, sagt Klimaschutzmanagerin Denise Lange.

Offizieller Auftakt des „Stadtradelns“ wird am Freitag, 14. Juni, die zweite „Meerbuscher Rad-Nacht“ sein (siehe Vorschau unten). Nach der überwältigenden Premiere im vergangenen Jahr mit mehr als 500 Teilnehmern rechnet die Stadtverwaltung auch diesmal mit einem Groß-Event.

Die etwa 27 Kilometer lange Rund-Tour für die ganze Familie führt die Teilnehmer wieder durch alle Stadtteile. Das Besondere: Die Rundfahrt wird von der Meerbuscher Polizei und der Feuerwehr eskortiert und gesichert, die Teilnehmer radeln auf gesperrten Straßen ohne rote Ampeln oder kreuzende Autos gemütlich durch die ganze Stadt. „Das ist ein exklusives Erlebnis, das sich dem Normalbürger sonst nie bietet“, sagt Stadtsprecher Michael Gorgs. Mitmachen kann jeder, mitfahren ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mehr von RP ONLINE