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Erhalt der Barbara-Gerretz-Schule: Meerbusch vor Bürgerentscheid

Erhalt der Barbara-Gerretz-Schule : Meerbusch vor Bürgerentscheid

Die Initiative "Rettet Barbara" hat in einem Bürgerbegehren deutlich mehr als 2681 Unterschriften zum Erhalt der Barbara-Gerretz-Schule gesammelt.

Der Streit um die Schließung der Barbara-Gerretz-Schule wird wohl in Meerbuschs ersten Bürgerentscheid münden. Soeben teilt die die Bürgerinitiative "Rettet Barbara" mit, dass sie weit mehr als die nötigen 2681 Unterschriften zusammen hat, um den Stadtrat zu einer erneuten Debatte über die Zukunft der katholischen Grundschule zu zwingen.

Die Verwaltung muss die Unterschriften allerdings noch auf ihre Gültigkeit hin prüfen. Die Listen sollen um den 8. Oktober herum an Bürgermeister Dieter Spindler übergeben werden. Sollte die Verwaltung feststellen, dass die Zahl der nötigen Unterschriften erreicht wurde, muss sich der Rat noch einmal mit dem Thema beschäftigen. Stimmt der Rat erneut für die Schließung der Schule - was wahrscheinlich ist - stände der Initiative der Weg zum Bürgerentscheid offen. Dabei werden die Meerbuscher an die Wahlurnen gerufen. Auf den Stimmzetteln sind dann nur "Ja" oder "Nein" als Antworten möglich. Ein Bürgerentscheid wäre entschieden, wenn 6600 Bürger entsprechend votieren würden.

Die Initiative hat mit mehr als 40 Helfern in allen Stadtteilen Unterschriften gesammelt. "Die Resonanz, die wir bekommen haben, war durchweg positiv". Außerhalb Osteraths sei die Resonanz besonders in Bösinghoven und Strümp groß gewesen. Arndt Fiebig, Schulpflegschaftsvorsitzender der Barbara-Gerretz-Schule: "Ein Großteil der Leute hat uns mitgegeben, dass sie mit der Stadtpolitik unzufrieden sind, und uns zwar die Unterschrift geben, aber ansonsten davon ausgehen, dass "die da oben eh machen, was sie wollen".

CDU und Grüne haben am Samstag mit einer gemeinsamen Presseerklärung auf die Elternaktion reagiert. Die Fraktionschefs beider Parteien unterstreichen darin, dass eine Fortführung der Gerretz-Schule die Schließung der Boverter Erwin-Heerich-Schule zur Folge hätte: "Wenn wir jetzt nicht handeln und dann die notwendigen Zahlen unterschritten werden, droht uns eine Schulschließung von dem einen auf den anderen Tag." Die zukünftigen Schülerzahlen in Osterath reichten nun einmal nicht für den Erhalt von sechs Eingangsklassen an drei Standorten.

(jco/top/jco)