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Meerbusch: Vier neue Darsteller beim Lotumer Buretheater

Meerbusch : Vier Neue beim Lotumer Buretheater

Die Laienschauspieler haben Verstärkung bekommen. Die neuen Darstellerinnen und Darsteller werden ab dem 7. Oktober in „Pension Schöller“ zu sehen sein. Und zwar in einer rheinischen Version des Stücks, das in Lank spielt.

Bettina Oellers hat sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt: „Ich wollte unbedingt mal beim Lotumer Buretheater mitspielen.“ Sie ist 1972 in Lank geboren und wohnt seit gut 20 Jahren in Osterath: „Mundart und das Buretheater waren fester Bestandteil meiner Kindheit – Eltern und Großeltern sprachen Lanker Platt.“ Das kann Bettina Oellers gut einsetzen, wenn sie demnächst für das Buretheater auf der Bühne steht. Sie hat sich beworben und ist begeistert, wie herzlich sie in der Gruppe aufgenommen wurde: „Die Hilfestellung der alten Theater-Hasen hat es mir leicht gemacht, in der eigenen Rolle anzukommen.“

Im Herbst 2021 hatten wir berichtet, dass das Lotumer Buretheater neue Ensemble-Mitglieder sucht. „Im Laienschauspieler-Team gab es einige Veränderungen. Das mussten wir ausgleichen“, erklärt Vorstandsmitglied Werner Schmalbach. Jetzt ist er froh, dass die Schauspieler-Truppe Verstärkung bekommen hat. Denn auch Kevin Knox – das ist kein Künstlername – gehört jetzt zum Laien-Ensemble. 1954 in London geboren, ist er in Krefeld aufgewachsen und dort noch heute zuhause: „Die niederrheinische Mundart habe ich schon als Kind verstehen und sprechen können.“ Auf der Bühne stand er bisher nicht: „Es fehlte die Zeit. Aber jetzt, als Rentner, hole ich das nach.“ Es macht ihm Spaß, Personen darzustellen: „Egal, ob es sich um einen Bösewicht oder einen Guten handelt.“ Texte zu lernen, findet Kevin Knox nicht schwer und auch wenn Improvisation gefragt ist, traut er sich das zu. „Für das Buretheater habe ich mich entschieden, weil beim Vorstellungsgespräch mit Spielleiter Robert Paas und seiner Frau Gerda sofort die Chemie stimmte.“

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Auch das Ehepaar Mareen Lickes-Brans und Axel Brans sind neu im Ensemble, sagen aber: „Wir fühlen uns nicht wie die ‚Neuen‘, wir wurden sehr herzlich aufgenommen.“ Mareen (1975) und Axel (1981) sind beide in Lank geboren und dort im jeweiligen Familienverbund groß geworden. Ob sie sich für die Schauspielerei eignen, dafür begabt sind, wissen sie nicht. Aber Mareen sagt: „Ich habe im Schultheater mitgespielt.“ Auf jeden Fall freuen sie sich auf das gemeinsame Lernen der Texte: „Das macht sehr viel Spaß. Und auch die wöchentlichen Proben gefallen uns. Die Gruppe ist durch die vielen Charaktere sehr interessant und durchweg herzlich.“ Dem Lotumer Buretheater sind sie schon lange verbunden: „Wir haben uns immer auf die neuen Stücke gefreut und sehr viele davon gesehen.“ Als sie die Anzeige des Buretheaters mit der Suche nach Team-Verstärkung gelesen hatten, war sie sofort einig, sich dort zu melden: „Wir sind hier groß geworden und haben keine Probleme die Mundart zu verkörpern oder zu verstehen.“

Die vier Neuen im Laien-Ensemble schätzen es, dass die Geselligkeit und der Zusammenhalt der Gruppe stimmen: „Alle nehmen ihre Aufgaben ernst und vergessen darüber trotzdem nicht den Humor. Und auch Spaß und Entspannung kommen nicht zu kurz.“ Alle fühlen sich gut aufgenommen – die Proben für „Pension Schöller“ können also endgültig Fahrt aufnehmen. Mehrfach wegen der Pandemie verschoben soll das Erfolgsstück - 1890 in Berlin uraufgeführt und 1960 verfilmt – zur Premiere am 7. Oktober endlich auf die Bühne gebracht werden. Mit dem Original allerdings hat das nur wenig zu tun. Zu sehen sein wird eine rheinische Version, die natürlich in Lank spielt. Eine kleine Szene daraus war bereits bei 50 Jahre Lanker Heimatkreis zu sehen. Mit diesem Stück feiert das Lotumer Buretheater sein 40-Jähriges. „Mein Vater Karl, der rheinische Stückeschreiber, hat das Theater 1982 gegründet und damit den Grundstein zum Erfolg gelegt. Heute zählt das Lotumer Buretheater zu den führenden Rheinischen Mundartbühnen“, erinnert Werner Schmalbach.