Meerbusch: Verstehen Sie ihren Hund?

Meerbusch : Verstehen Sie ihren Hund?

So einen großen Ansturm gibt es bei der Volkshochschule nicht oft: Hundetrainerin Sonja Schneppendahl  referierte in der Stadtbücherei in Büderich über die Kommunikation mit dem Hund und gab den Zuschauern viele Tipps.

Sonja Schneppendahl ist ein Profi, wenn es um die Kommunikation mit Hunden geht. Die ehemalige Polizeibeamtin, die sich von 2015 bis 2016 vom prominenten  Hundetrainer und Buchautor Martin Rütter zum Hundecoach ausbilden ließ, hat jetzt in Büderich einen Vortrag zum Thema „Verstehen Sie ihren Hund?“ gehalten – und der war gleich zweimal komplett ausgebucht.  Drei Stunden erklärte Schneppendahl den Hundeliebhabern, wie sie besser mit ihren Tieren kommunizieren können.

Die unterschiedlichen Kommunikationsebenen und Gemütszustände der Vierbeiner wurden dabei detailliert vorgestellt und analysiert. So unter anderem drei unterschiedliche Formen des Bellens: das warnende, alarmierende und fordernde. Ganz wichtig für all diejenigen, bei denen vor einiger Zeit ein kleiner Welpe eingezogen ist sei: Beim pubertierenden Hund wird unter Umständen alles, was vorher klar war, vollkommen gelöscht, sagte Schneppendahl. Aber wie beim Menschen ist diese Zeit nur von begrenzter Dauer. Für viele der Teilnehmer sei das ein  überraschender und auch wichtiger Hinweis gewesen, findet die VHS-Leiterin Beatrice Delassalle-Wischert.

Für kleine Hunde und „Angsthunde“ sei das Gefühl des Geschütztseins ganz wichtig, das Wissen, dass das Herrchen im Zweifelsfall da ist, erklärte Schneppendahl. Zu vermeiden sei grundsätzlich bei allen Vierbeinern Konfliktsituationen mit anderen z.B. auch größeren Hunden. Beim Spaziergang also besser einmal zu viel ausweichen, so der Experten-Tipp. Wie aber ist die Hundesprache zu interpretieren? Ein Patentrezept gibt es leider nicht. Grundsätzlich müsse der Gesamtkontext einer Situation beachtet werden. Innerhalb dieses Rahmens könne aber festgestellt werden, dass Hunde ihre Ohren zum Beispiel zur Beschwichtigung anlegen oder den Blick abwenden, während die waagerecht gehaltene Rute das Drohen auf Distanz bedeuten kann. Trotz des straffen Programms blieb genügend Zeit für humorvolle Beispiele oder Kurzvideos. Sonja Schneppendahl erhielt viel Applaus für diesen Abend, der trotz aller Informationen sehr kurzweilig war.

Sonja Schneppendahl. Foto: Martin Rütter Dogs

Weil beide Termine so schnell ausgebucht waren, will die Volkshochschule schon im Frühjahr eine weitere Veranstaltung anbieten. Infos dazu gibt es unter der Telefonnummer 02159 916500 oder volkshochschule@meerbusch.de.

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