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Meerbusch: Unfall von Amazon-Schwerlaster in Lank

LKW-Verkehr in Lank : Handyanruf löst Unfall von Amazon-Schwerlaster in Lank aus

Der Fahrer war durch einen Anruf abgelenkt und fuhr über den Bürgersteig und den Radweg in einen Baum. Er verletzte sich nur leicht.

(stz) Am Donnerstagvormittag hat in Lank ein Schwerlasttransporter einen Unfall verursacht. Der 39-jährige Fahrer kam gegen 11.15 Uhr auf der Claudiusstraße Richtung Uerdinger Straße auf Höhe des St.-Elisabeth-Hospitals von der Fahrbahn ab. Der Sattelzug überfuhr den Geh- und Radweg, durchbrach einen Zaun und wurde schließlich von einem Baum gestoppt. Bei dem Zusammenstoß wurde der Fahrer leicht verletzt. Er wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die im Frontbereich beschädigte Sattelzugmaschine wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen.

Der Stamm des angefahrenen Baumes knickte ab. Äste und Blätter bedeckten vier auf dem Gelände des Hospitals geparkte Fahrzeuge, beschädigten diese aber nicht. Während der Unfallaufnahme wurde die Claudiusstraße ab der Gonellastraße gesperrt. Das Verkehrskommissariat in Kaarst hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Fahrer abgelenkt, weil er einen Telefonanruf über eine Freisprecheinrichtung annehmen wollte. Für Lkw gibt es im Ortsteil Lank ein Durchfahrtsverbot, an das sich viele Fahrer auf dem Weg zum Krefelder Hafen aber nicht halten. Dieses Problem beschäftigt Politik, Stadt und Bürger seit langem. Genau vor einem Jahr hatte Bürgermeister Christian Bommers das Logistikunternehmen von Amazon in Krefeld besucht, um dem Thema Nachdruck zu verleihen und auf eine Lösung zu dringen. „Verkehrstechnisch haben wir alles Erdenkliche unternommen, aber ohne die Einsicht der Verkehrsverursacher geht es nicht“, so Bommers. Der Standortleiter hatte ihm damals zugesichert, mit Geo-Fencing und anderen Methoden die Trucker von den illegalen Fahrten abzuhalten. Bommers erklärte, er habe mit dem Landrat vereinbart, dass weiterhin Kontrollen der Polizei durchgeführt werden. Woher der Fahrer des Amazon-Lkw kam und wohin er seine Fahrt fortsetzen wollte (zum Krefelder Hafen oder irgendwie zurück zur Autobahn) konnte die Polizei noch nicht sagen.